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Schiltach Schienenbus bald vor der Heimkehr

Schwarzwälder-Bote, vom 03.02.2012 19:00 Uhr
Noch ist die Überdachung am Schiltacher Bahnhof leer (oben). Die Triebwagengarnitur, die dort wieder ihren Platz finden soll, wird derzeit bei der Hochwaldbahn in Hermeskeil und in deren Bahnbetriebswerk in Zittau aufgearbeitet. Bis auf die Träger musste der Beiwagen  (wie dieses Fahrzeug links) aufgearbeitet werden, rechts eines der Fahrzeuge mit neuen Blechen unter den Fenstern und in der Mitte eines der Triebwagen, in dem der Bodenbelag schon zur Hälfte wieder eingebaut wurde. 
Fotos: Heinrichsmeyer/Wegner Foto: Schwarzwälder-Bote
Noch ist die Überdachung am Schiltacher Bahnhof leer (oben). Die Triebwagengarnitur, die dort wieder ihren Platz finden soll, wird derzeit bei der Hochwaldbahn in Hermeskeil und in deren Bahnbetriebswerk in Zittau aufgearbeitet. Bis auf die Träger musste der Beiwagen (wie dieses Fahrzeug links) aufgearbeitet werden, rechts eines der Fahrzeuge mit neuen Blechen unter den Fenstern und in der Mitte eines der Triebwagen, in dem der Bodenbelag schon zur Hälfte wieder eingebaut wurde. Fotos: Heinrichsmeyer/Wegner Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Stephan Wegner

Schiltach. Lange war es still um den Schiltacher "roten Brummer", wie die früheren Schienenbusse der Deutschen Bahn liebevoll genannt werden. Jetzt stellt der Aufarbeitungsbetrieb Hochwaldbahn die Fertigstellung für den Monat Juni in Aussicht.

Für manche ist es schlicht alter "Kruscht", für andere ein beredtes Zeugnis der Eisenbahnzeit der 60er- und 70er-Jahre: Der rote Schienenbus, einst als "Retter der Nebenbahnen" gefeiert, hatte auch im Kinzigtal die personalintensiven Dampfloks abgelöst.

Die in Schiltach abgestellte Zuggarnitur, bestehend aus einem Trieb-, einem Begleit- und einem Steuerwagen, ist derzeit noch bei der Aufarbeitung in Hermeskeil. Dort wird das Wagentrio zwar nicht fahrbereit gemacht, aber so ansprechend ausgestaltet, dass es auf einem extra angelegten Bahnsteig unweit des Schiltacher Hauptbahnhofs wieder museal besichtigt werden kann.

"Alle Fahrzeuge sind derzeit noch in der Restaurierungsphase", sagt Bernd Andreas Heinrichsmeyer, Geschäftsführer der Hochwaldbahn-Gruppe, die nicht nur Dienstleistungen rund um die Sanierung von Bahnfahrzeugen anbietet, sondern unter anderem mit den Schienenbussen selbst Touristikfahrten offeriert.

Die Sanierung ist "eine schwierige Sache", sagt Heinrichsmeyer, mehr als die Hälfte der Arbeiten seien allerdings mittlerweile abgeschlossen. Als "nicht einfach" sieht er die Arbeiten am Chassis selbst, aber auch an den Aufbauten. Denn bei genauer Inspektion musste dann doch mehr gemacht werden, als einst vorgesehen. Da allerdings mit der Stadt Schiltach ein Festpreis vereinbart wurde, bleiben beispielsweise nicht eingeplante Bodenarbeiten in Höhe von rund 2500 Euro an dem Unternehmen selbst hängen: Diese seien, so Heinrichsmeyer, im Beiwagen unbedingt erforderlich gewesen. Nachdem zunächst versucht worden sei, die Arbeiten "zwischen andere hineinzuschieben", habe er dann seit zwei Monaten die Sanierung der Garnitur doch "regulär" in Angriff genommen, "sonst wäre nichts draus geworden", wie er einräumt. Denn die Hochwaldbahn habe im vergangenen Jahr an eigenen und fremden Fahrzeugen "erfreulicherweise viele Aufträge" abzuwickeln gehabt. Während Trieb- und Beiwagen in Hermeskeil saniert werden, wurde der Steuerwagen in das Betriebswerk Zittau überführt, weil es dort noch freie Kapazitäten im Bereich Innenausbau und Lackierung gegeben habe. Von dort soll er dann im April, angehängt an einen anderen Zug, wieder zurück nach Hermeskeil kommen. Dort stehen dann noch einige Restarbeiten an, bevor er dann mit Trieb- und Beiwagen per Tieflader wieder nach Schiltach gebracht werden kann.

"Ich denke, wenn man es ordentlich aufbereitet, dann kommen auch ein paar Leute", ist sich Schiltachs Bürgermeister Thomas Haas sicher. Allerdings: ein drittes Museum für die Stadt Schiltach soll das Schienenbusensemble nicht werden. Doch die Informationen über den "Grenzbahnhof Schiltach" und den "Roten Brummer" sollen so gestaltet werden, dass der Besucher sie quasi selbsterklärend aufnehmen kann.

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18
11:55 Uhr, geschrieben von Volker Dau
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