Schiltach (lh). Sie werden keineswegs geächtet, weil sie einen schon so früh am Morgen aus den Federn schmeißen. Schließlich kommt das nur einmal im Jahr vor und es ist ja Fasnet.Am gestrigen "Schmotzigen" waren die Städtlewecker von Schiltach nun schon zum zwölften Mal in Folge mit Trommeln, Trillerpfeifen, Rätschen und Leiterwagen in aller Herrgottsfrüh unterwegs, um Narren wie Nichtnarren zu wecken und die Fasnet 2013 einzuläuten.

Pünktlich um sechs Uhr wurde das närrische Spektakel mit fünf Donnerschüssen beim Raiffeisenmarkt gestartet. Von dort aus schlenderte eine etwa 60-köpfige, bunt kostümierte und launige Narrenschar bei leichtem Schneefall mit viel Radau in die Gerbergasse, Sägegrün, Schenkenzeller Straße, Schramberger Straße und ins Gottlob-Freithaler-Haus. Unterwegs wurden die Städtlewecker von einem begeisternden Publikum an insgesamt fünf Stationen kulinarisch verwöhnt.

Ob Bauernvesper, Snacks, Kaffee, Kuchen, Bier oder Schnaps, es fehlte an nichts und ließ jeden Gaumen erfreuen. Als Anerkennung erhielten die "Wirtsleute" den von den Städtlewecker alljährlich in anderer Farbe selbst gebastelten "Pläpser". Jede Ankunft eines Stopps wird mit einem lautstarken "Uff-Stau" verkündet. Nicht alle konnten für diesen Tag Urlaub beantragen und mussten nach halber Strecke ihren beruflichen Pflichten nachkommen, weshalb die Gruppe sich geringfügig reduzierte. Nach einer längeren Rast im Altenheim wurde es Zeit, die Grundschüler zu befreien. Gemeinsam mit den Schülern wurde der Umzug zum Markplatz fortgesetzt, wo die Narrenschar von Bürgermeister Thomas Haas freundlich begrüßt wurde. Mit einer Polonaise durchs Rathaus heizte sich die Stimmung weiter an, spätestens jetzt war das ganze Flößerstädtle hellwach. Und weil die Städtlewecker keine halben Sachen machen, begleiteten sie die Schüler wenig später wieder zurück zur Schule. Einen Grund, nun nach Hause zu gehen, ist dies für die Städtlewecker nicht, denn danach wird in den Lokalen weiter gefeiert, um abends bei der Schlüsselübergabe wieder dabei zu sein.