Schiltach. Den mit 10 000 Euro dotierten Umsicht-Wissenschaftspreis, den der Förderverein des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik jährlich vergibt, spendete der Schiltacher Bad- und Sanitärspezialist der Hochschule Furtwangen.

Die Hansgrohe SE und ihr ehemaliger Chefchemiker, Andreas Fath, hatten den Preis 2011 für die Entwicklung einer umweltfreundlichen Filtertechnologie erhalten, mit der es gelingt, die Schadstoffbelastung von Galvanikabwässern drastisch zu reduzieren. Dabei kommt ein elektrochemischer Prozess zum Einsatz, der die Tenside in Fluorsäure, Wasser und Kohlendioxid mineralisiert. Damit sollen keine Rückstände im Abwasser verbleiben. Die Hansgrohe SE setzt das Verfahren seit 2010 in ihren Werken in Schiltach und Offenburg ein. Die Arbeiten überzeugten – so heißt es in der Begründung der Jury, – durch die hohe Praxisrelevanz des Projekts und wegen des Nutzens für Umwelt und Gesellschaft. Innovationen für den Gewässer- und Umweltschutz Hansgrohe S spendet das Preisgeld insbesondere der Furtwanger Fakultät Maschinenbau und Verfahrenstechnik, an der Fath seit einem Jahr lehrt. Übergeben wurde der Scheck vom Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Hansgrohe SE, Richard Grohe: „Der Umsich-Preis ist eine tolle Anerkennung für Andreas Fath und sein Team. Wir sind froh, dass wir das Preisgeld nun für die Förderung von Forschungsarbeiten im Bereich Umwelttechnologien und Gewässerschutz einsetzen können. Denn so können hoffentlich weitere technische Innovationen entwickelt werden, die ein wichtiger Baustein für den Gewässer- und Umweltschutz in industriell geprägten Regionen sind und von denen letztlich auch andere Unternehmen profitieren können.“