Schenkenzell (lh). Die Bürger der Gemeinde Schenkenzell gehen weiterhin äußerst sparsam mit dem Frischwasser um.

Im vergangenen Jahr wurden erneut 4000 Kubikmeter Wasser weniger verbraucht. Einen Grund dafür sieht Hauptamtsleiter Bernd Heinzelmann in der Schließung eines großen Gastronomiebetriebs. Trotz der dadurch rund 7000 Euro geringeren Einnahmen beim Wasserverkauf konnte die Gemeindewasserversorgung beim Jahresabschluss 2011 aus steuerrechtlicher Sicht einen Gewinn in Höhe von rund 12 000 Euro ausweisen. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, diesen Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Auch im Jahre 2010 wurde ein Überschuss erwirtschaftet, der bei 10 750 Euro lag. Das Bilanzvolumen von 905 000 Euro hat sich gegenüber dem Vorjahr nur um 0,2 Prozent reduziert.

Auf haushaltstechnischer Seite hat die Wasserversorgung jedoch einen Verlust von rund 8300 Euro geschrieben, die Kostendeckung lag bei rund 95 Prozent, etwa wie im Jahre 2010. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 66 000 Kubikmeter Frischwasser verkauft, darunter 6387 Kubikmeter von der Wasserversorgung Kleine Kinzig (WKK). Wie Heinzelmann in der Sitzung dem Ratsgremium verriet, sei die Gemeinde aufgrund ihrer Beteiligung an der WKK vertraglich gebunden, im Jahr mindestens 5850 Kubikmeter Wasser zu beziehen.

Die Kleine Kinzig springe für die Kommune immer dann ein, wenn es nach heftigen Regenfällen zu einer Trübung in den eigenen Wasserversorgungsanlagen komme oder in Spitzenzeiten, wenn nicht genügend eigenes Wasser zur Verfügung stehe, so Heinzelmann.

Zum Vergleich: Im Jahre 2002 verbrauchten die Bürger und Firmen in Schenkenzell zusammen noch 80 100 Kubikmeter Frischwasser. Gemäß der Fortschreibung des Statistischen Landesamtes wohnten Ende März 2012 nur noch 1759 Bürger in Schenkenzell.