Schenkenzell (lh). Der Gemeinde Schenkenzell steht nach 2010, 2011 und 2012 auch in 2013 wieder ein gutes Forstwirtschaftsjahr bevor. Aufgrund der aktuell hohen Holzpreise ist ein Gewinn von 40 500 Euro zu erwarten.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat den vom Forstamt Rottweil vorgeschlagenen Hiebsatz von 1600 Festmetern. Das bedeutet wie schon im laufenden Forstwirtschaftsjahr eine Reduzierung gegenüber dem zehnjährigen Forsteinrichtungswerk um 200 Festmeter.

Dies sei erforderlich, so Bernhard Reuter vom Kreisforstamt, um den Mehreinschlag von 1000 Festmetern aus dem Jahre 2010 wieder ausgleichen zu können und der Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Trotz der geringeren Holzeinschlagmenge könne ein Gesamterlös in Höhe von circa 108 000 Euro erzielt werden. Für den Einschlagsaufwand kalkuliere er mit 45 000 Euro. Bei der Wegeunterhaltung seien für nächstes Jahr rund 8000 Euro vorgesehen, da einige Gemeinschaftswege, an denen die Gemeinde beteiligt sei, saniert werden müssten.

Abzüglich weiterer Ausgaben für den Verwaltungskostenbeitrag des Landes, Berufsgenossenschaftsbeiträge und Steuern verbleibe ein Überschuss von 40 500 Euro, rechnete Reuter vor.

Ganz hervorragend wurde das Jahr 2011 abgeschlossen. Es gab einen Gewinn von 71 000 Euro oder 41 Euro pro Festmeter. Im laufenden Jahr seien bislang rund 1100 Festmeter eingeschlagen worden. Es stünden aber noch Hiebe aus, so dass die vorgesehene Einschlagsmenge von 1600 Festmetern erreicht werde.

Nach jetzigem Stand rechne er mit einem Überschuss von 52 000 Euro, so Reuter. Ende des Sommers 2012 habe es um Baiersbronn einen Sturm gegeben, dem 350 000 Festmeter zum Opfer gefallen seien.

Der Holzmarkt war regelrecht leergefegt

Die Sägewerker hätten auf billiges Holz spekuliert und sich mit dem Kauf von normalem Holz zurückgehalten. Allerdings habe das dortige Forstamt sofort reagiert und nur noch verhalten Holz eingeschlagen. Die logische Folge: Der Holzmarkt sei leer gefegt gewesen und die Nachfrage nach dem Rohstoff Holz habe unvermindert angehalten. Auch für 2013 werde Holz weiterhin gefragt bleiben. Er erwarte Holzpreise auf dem jetzigen Niveau, aber nicht steigend.

Mehr Sorge bereite ihm der europäische Holzmarkt, der aufgrund der Staatsschuldenkrise eingebrochen sei.