Schenkenzell. Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur hat in Abstimmung mit dem Umweltministerium und dem Wissenschaftsministerium den seit 2002 bestehenden Schutzradius um das BFO (Black Forrest Observatory)neu auf drei Kilometer festgelegt.

In diesem Umkreis dürfen keine Windkraftanlagen errichtet werden. Denn durch die Schwingungen der Anlagen werden Störsignale im geowissenschaftlichen Observatorium registriert und beeinträchtigen die dortigen Forschungen. Mit der Entwicklung der Windkrafttechnik Ende des vergangenen Jahrtausends wurden auch im Schwarzwald einige Anlagen errichtet. Wie der Schenkenzeller Bürgermeister Thomas Schenk in einer Pressemitteilung weiter zu verstehen gibt, wurde im Laufe eines Baugenehmigungsverfahrens 2003 in Schenkenzell das BFO auf die Entwicklung in seiner Umgebung aufmerksam. Zum Schutz der hochwertigen wissenschaftlichen Arbeit wurde damals ein Zehn-Kilometer-Radius um das Institut festgelegt, welcher seitdem rechtswirksam neue Windkraftanlagen in der Gemeinde Schenkenzell und Schiltach, sowie teilweise in Wolfach, Oberwolfach, Bad Rippoldsau-Schapbach und Alpirsbach ausschloss. Mit der proklamierten Energiewende wurde die Größe des Schutzradius nun kritisch überprüft. Im Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit gute windhöffige Standorte für die Windkraft zur Verfügung zu stellen und dem konkreten Schutz der weltweit in Fachkreisen anerkannten hervorragenden Arbeit im BFO gab es einen erheblichen Abstimmungsbedarf zwischen den Ministerien. Obwohl sich die Verwaltungsgemeinschaft Schiltach - Schenkenzell sich schon im Oktober 2011 um eine Klarstellung bemühte, dauerte es über ein Jahr bis jetzt diese Entscheidung getroffen wurde, so Schenk. Mit dieser Entscheidungkönne die Verwaltungsgemeinschaft jetzt eine fundierte Windkraftplanung für die beiden beteiligten Gemeinden vorantreiben.