Von Karin Schmidtke Schenkenzell. Im Juni 2002 fand die erste Probe des Jugendorchesters im Schenkenzeller Musikvereins unter der Leitung von Dieter Wöhrle statt, und so stand jetzt ein kleines Jubiläum an, das beim Jahreskonzert am Samstag groß gefeiert wurde. Aufgrund des zehnten Geburtstags hatte der Jugend-Dirigent Alexander Armbruster ehemalige Spielerinnen und Spieler rekrutiert, so dass das noch relativ junge Nachwuchsorchester auf eine volumenstarke und dynamische 35-köpfige Besetzung anwuchs.

Musikalisch hatte das Jugendorchester das impulsive "Tarzan" von Phil Collins im Visier und begeisterte mit dem "Phantom der Oper". Dem Lampenfieber zum Trotz begeisterte Lena Lachenmaier mit "Can I have this Dance" aus dem jugendlichen "High School Musical" als Gesangssolistin und erntete üppigen Applaus. Zauberhaft ging es mit dem mystischen "Wicked" weiter, das von Dieter Wöhrle dirigiert wurde.

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Wöhrle hatte den Nachwuchs von der Gründung an immer wieder motiviert, ihn unterstützt und die teils pubertären Jugendlichen mittels lustigem Augenzwinkern mit dem taktvollen Virus der Musik infiziert. Ab 2008 übernahm Alexander Armbruster den Dirigentenstab. Nach der Zugabe standen Ehrungen für die fleißigen Jungmusiker an, die sich in Theorie und Praxis den Prüfungen unterzogen hatten.

Jugendleiter Simon Wörner klärte das Publikum über die Anforderungen bei der Prüfung auf und freute sich mit dem zweiten Jugendleiter Michael Doll den Absolventen die Leistungsabzeichen zu übergeben. Die Auszeichnung Bronze hatten Lena Kinle (Trompete), Andreas Haberer (Saxophon), Mara Kupsch (Klarinette), Lea Müller (Querflöte) und Sina Göhring (Querflöte) mit Erfolg erreicht. Silber glänzten die Anstecknadeln von Sophie Gruber (Trompete) und Fabian Braun (Tenorhorn), die beide die nächste Etappe in Angriff genommen und mit Lorbeeren bestanden hatten. Außerordentlich schwierig sind die Anforderungen für das goldene Leistungsabzeichen, doch davon hatte sich der Perkussionist Markus Müller nicht abschrecken lassen. Der begabte Schlagzeuger war sogar unter den fünf besten Prüflingen, hatte die Musiktheorie und Praxis mit Bravour bestanden. Mit seinem Solo am Xylophon gewann der junge Trommler das Publikum für sich, das seinen Vortrag mit reichlich Applaus quittierte.

Ein besonderes Lob erhielt Müller von Manfred Schafheutle, Vizepräsident des Blasmusikverbands Oberes Kinzigtal, der über die "qualitativ hochwertige Musik, die hier in Schenkenzell abgeliefert wird" staunte.

In der Pause wurden eifrig Lose gekauft, denn eine Tombola lockte mit vielen geschickten Überraschungen.