
Von Karin Schmidtke Schenkenzell. Der Musikverein blickte im Hotel "Waldblick" auf das abgelaufene Vereinsjahr zurück. Thomas Armbruster, der mit Nicole Armbruster und Jochen Harter als Geschäftsführer fungiert, eröffnete die Versammlung.Zahlreiche Höhepunkte im Ort, von der Fasnet bis zum Weihnachtsfest, begleiteten die Spieler musikalisch. Mit dem Kirchen- und dem Jahreskonzert brillierte der Musikverein und sorgte mit seinem hohen Niveau für reichlich positiven Gesprächsstoff auch über die Gemeindegrenzen hinaus.
Bedingt durch den notwendigen Instrumentenkauf rutschten die Finanzen ins Minus, wurde im Kassenbericht von Franz Heckhausen deutlich. Revisor Jens Schillinger bestätigte eine vorbildliche Kassenführung. 58 aktive Mitglieder sorgen im Musikverein für Harmonie, 14 Jugendliche spielen im Nachwuchsorchester und in Ausbildung befinden sich 22 Schüler. 14 Ehrenmitglieder und 167 Passivmitglieder unterstützen den Verein.
Den Probenbesuch von 73 Prozent akzeptierten Vorstand und Dirigent dennoch, da berufliche Verpflichtungen auch bei den Musikern immer mehr ihren Tribut fordern. Über zwei Tage hinweg hatte der Musikverein mit der Grundschule im Rahmen einer Kulturerlebniswoche kooperiert, berichtete Jugendleiter Michael Doll. Die Instrumente waren vorgestellt worden und die neugierigen Kinder durften sie auch ausprobieren. Darüber hinaus bastelten die Musiker mit den Schülern aus allen vier Klassenstufen Instrumente. Die Lehrkräfte, Schüler, Eltern und der Verein selbst waren begeistert von den Schnuppertagen und alle waren sich einig, die Aktion zu wiederholen. Außerdem konnte sich der Musikernachwuchs über sechs Neuanmeldungen freuen.
Neben den musikalischen Erlebnissen und Auftritten hatte die Jugendkapelle auch Spaß am Schlittschuhlaufen, beim Grillen, mit einem Spieleabend und einem Wochenendworkshop. Mit der Jugendkapelle aus Betzweiler-Römlinsdorf gab der Nachwuchs ein beeindruckendes Doppelkonzert.
Auf die musikalische Qualität und die Kameradschaft wolle man auch in Zukunft großen Wert legen, äußerte sich Geschäftsführer Jochen Harter. Der Musikverein strebe auch verstärkt freundschaftliche Kontakte zu anderen Kapellen an und freue sich auf Auswärtsauftritte.
Dirigent Mathias Gronert zeigte sich stolz auf die musikalisch größten Herausforderungen, das Oster- und das Jahreskonzert.
Die Mottoproben im Sommer seien sehr gut angekommen und alle hätten mitgezogen. "Fazit: Das war das bisher beste Jahr mit dem Musikverein", sparte der Dirigent nicht mit Lob. Jetzt gelte es, das hohe Niveau zu halten und idealer Weise auszubauen.
Hinter ihm liegt eine besonders aktive Phase, denn Gronert komponierte einen Marsch mit dem Titel "Gruß an Schenkenzell", der beim Dorffest erstmals präsentiert wird. Früher zu hören, beim eigenen "Narrenball" am Fasnetssamstag, ist ein neuer "Schenkenzeller Narrenmarsch" aus Gronerts Feder.
Für das laufende Jahr ist ein Vereinsausflug in die Planungen aufgenommen. Bürgermeister Thomas Schenk lobte den Verein für sein Engagement im Ort und beantragte die Entlastung des Vorstands, die von den Mitgliedern erteilt wurde.