
Schenkenzell (lh). Weil der bisherige Pächter vorzeitig zum 31. Dezember 2011 aus seinem bis Ende 2015 laufenden Vertrag für das Fischwasser der Kinzig ausgestiegen ist, muss die Gemeinde Schenkenzell jetzt neu verpachten.
Nach Auskunft von Bürgermeister Thomas Schenk handelt es sich dabei um den 1,5 Kilometer langen Streckenabschnitt vom Rampenfuß des ehemaligen Wehrs auf Höhe der Schenkenburg bis zum Ausleitungswehr der Wasserkraftanlage Werk "Aue" der Firma Kautzmann (STW).
Im Jahre 2010 habe der Ortschaftsrat Kaltbrunn ebenfalls über eine vorzeitige Entlassung aus einem Pachtvertrag beschließen müssen. Weil die Neuverpachtung zunächst auf Witticher und Kaltbrunner Bürger begrenzt worden sei und sich kein Interessent gemeldet hätte, sei auf die Gesamtgemeinde ausgeschrieben worden.
Beim Los I "Kinzig" handle es dagegen um ein sehr attraktives Fischwasser, weshalb er mit reger Nachfrage rechne und der Bieterkreis nur auf Schenkenzeller Bürger beschränkt werden sollte, schlug der Bürgermeister vor. Dies, wie auch die von Schenk empfohlene Festlegung des Mindestgebots in Höhe von 500 Euro pro Jahr trug der Gemeinderat einstimmig mit.
Wie der Bürgermeister weiter verriet, habe die Pachtgebühr für das Fischwasser des Loses I bislang rund 600 Euro pro Jahr betragen. Der jährliche Fischeinsatz, den der Pächter zu leisten habe, sei auf 600 Bachforellen festgelegt.
Der neue Pachtvertrag soll eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2015 haben, um dann gemeinsam alle Lose des Fischwassers auf Gemarkung Schenkenzell neu ausschreiben zu können. Die Verträge sollen dann zwölf Jahre dauern. Interessierte Angler, die im Besitz eines gültigen Fischereischeins sein müssen, können ihre Angebote ab sofort bis Freitag, 10. Februar, im Rathaus abgeben. Die Vergabe erfolgt an den Höchstbietenden.