Rottweil Weiße Pracht oder weiße Last?

Patrick Nädele, 12.12.2012 09:06 Uhr

Rottweil - Halbzeit beim Weihnachtsmarkt in der Rottweiler Fußgängerzone, doch nach einem festlichen "O du fröhliche" klingt die Bilanz der Händler bislang nicht. So malerisch die Stände im Schnee wirken, die weiße Pracht hält die Kunden offenbar eher fern.

Der Musikverein Hausen sorgt gestern Abend für die passende weihnachtliche Stimmung, an den Dächern der Bretterbuden fällt es längst schwer, echte und künstliche Eiszapfen zu unterscheiden, und Nachtwächter Manfred Ponath lässt seinen allabendlichen Rundgang mit dem einen oder anderen Schwätzchen an den Ständen ausklingen. Was ihm dabei so berichtet wird, deckt sich mit der Bilanz, die die Händler nach den ersten Tagen ziehen.

Umsatz bleibt hinter Erwartungen zurück

Abgesehen vom Sonntag bleiben die Umsätze bislang hinter den Erwartungen und den Ergebnissen der vergangenen Jahre zurück. Hält vielleicht der Schnee die Menschen ab, über den Weihnachtsmarkt zu bummeln? Ist es der Wechsel von der längsten auf die kürzeste Adventszeit? Oder achten die Rottweiler strikter als in den vergangenen Jahren darauf, wofür sie ihre Euros ausgeben? An den Ständen sucht man nach Erklärungen.

Über das Kundeninteresse an der eigenen Hütte kann die GHV-Vorsitzende Karin Huonker nicht klagen. "Ich glaube, der Markt wird sehr gut angenommen. Wir haben gute Verkäufe und mit dem Schnee natürlich eine tolle Kulisse", zeigt sie sich zufrieden mit der 19. Auflage des Rottweiler Weihnachtsmarktes. Vor allem am Wochenende sei "von den Menschenmassen her manchmal gar nichts mehr gegangen". Und an den Essensständen sei eigentlich immer gut Betrieb. "Vielleicht fehlen Gäste von außerhalb", meint die GHV-vorsitzende mit Blick auf die Straßenverhältnisse.

Der Angebotsmix, die Gestaltung der Hütten oder auch der Eingangsbereich mit den Kerzen am unteren Ende der Fußgängerzone, das Rahmenprogramm – "wir haben ein ausgewogenes Programm und Angebot", lobt Huonker die Arbeit von Peter Müller von Seiten der Stadtverwaltung und des Teams des Rottweiler Gewerbe- und Handelsvereins.

Noch bis zum 16. Dezember ist der Weihnachtsmarkt täglich geöffnet. Heute steht beim Kindertag der Nachwuchs im Mittelpunkt der Bemühungen. Gewinnspiele, Karussellfahrten oder auch das Gastspiel der Villinger Puppenbühne mit Dieter Sirringhaus alias Zauberer Pfiffikus sorgen dann zusätzlich zu den täglichen Angeboten für Kurzweil.

 
 
Kommentare (1)
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DEZ
12
Arnold, 22:42 Uhr

Igel im Geldbeutel und---Schnee

Egal wie es laeft- nicht fuer alle weren die Gehaelter(festhalten) gut -bis sehr gut ohne Gegenstimme angepasst,obwohl es im Haushalts-Plan drunter und drueber geht.Ich glaube man erreicht eine Schwelle, die gewissenshalber sehr tief zum Ueberlegen an spornen sollte Wenn keine Kaeufer mehr da sind -wird es auch keine Verkaefer mehr geben und auch keine Produktions-Staetten.Die Erhoehungen-Nahrung,Versicherungen, schlagen so zu, dass der Rest fuer Anderes darunter leidet . Natuerlich sind sie nicht alleinschuldig(es wird ja wieder gewaehlt )aber sind dafuer- weswegen das Gerangel bei den Wahlen ? Summa ..die mittlere wirtschafternaehrende Schicht , die fuer den Wohlstand Voraussetzung ist ,wird kleiner-DAs ist das A und O ! Den Rest kann man sich ausdenken ,wenn man will. In punkto Schnee:Was gibt es nicht Schoeneres,in drei Worten kann- darf man das nicht sagen -----Viele Verkehrsteilnehmer lernen Gedchwindigkeiten anzupassen -Abstand halten und Vorsicht und 'Ruecksicht 'zu haben-ansonsten geht's halt in den GrabenrEs ist aber eine Zeit, in der man sich eine andere Art des Fahrens angewoehnen kann -sicherlich sicherer.