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Rottweil Vorfreude wächst mit jedem Tag

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Foto: Schönfelder Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Peter Schönfelder

Auf der Baustelle geht es gut voran, die Freude in der Israelitischen Gemeinde wächst von Tag zu Tag – das jüdische Gemeindezentrum am Rottweiler Nägelesgraben nimmt mehr und mehr Gestalt an. Am 20. März wird der Grundstein gelegt.

Rottweil. Architekt Christof Birkel ist zufrieden mit dem Baufortschritt: "Der Winter war uns hold." Der Bau liege "einigermaßen in der Zeit", so seine Zwischenbilanz. "Es läuft gut, wir werden, wie es jetzt aussieht, termingerecht fertig." Ende des Jahres soll das Gemeindezentrum seiner Bestimmung übergeben werden.

Es habe bisher keine Probleme gegeben, so Birkel. Immerhin ist ein solches Gemeindezentrum, in der auch eine Synagoge eingerichtet wird, kein gewöhnlicher Bau. Vieles ist zu beachten, religiöse Belange beim Bau zu berücksichtigen, auch der Sicherheitsaspekt darf nicht vernachlässigt werden. "Ein solches Gebäude verlangt vom Architekten natürlich einen höheren Aufwand", so Birkel.

Bezüglich der religiösen Vorschriften, die beim Bau zu berücksichtigen sind, hat sich der Bauherr, die Israelitische Religionsgemeinschaft Baden, zu der auch die Gemeinde Rottweil/Villingen-Schwenningen gehört, kompetente Hilfe aus Jerusalem gesichert. Ein Rabbiner, der Gemeinden fast auf der ganzen Welt bei solchen Bauvorhaben berät, wird sich Pläne und Baustelle ansehen und Hinweise zum Bau geben.

Religiöse Vorschriften

Birkel weist in diesem Zusammenhang auf die Mikwe, das rituelle Tauchbad hin. Für den Sabbat ist beispielsweise eine spezielle Schaltung der Lichtanlage notwendig. Es gebe viele wichtige Details, die das Gemeindezentrum von anderen Bauten unterscheidet.

In der Gemeinde herrsche große Vorfreude, so Tatjana Malafy: "Die Gemeinde wartet auf die Synagoge." Es habe bereits zwei Gemeindeversammlungen zum Thema gegeben, bei denen Birkel auch die Pläne erläutert habe. ­Malafy und Birkel wollen größtmögliche Transparenz wahren. Aber auch Birkel habe, so gibt er zu, im Kontakt mit den Mitgliedern der ­Gemeinde viel gelernt. Auch der religiöse Hintergrund, den er kennengelernt habe, helfe ihm bei seiner Arbeit. "Die ­Synagoge ist das Gesicht einer Gemeinde", unterstreicht Tatjana Malafy die Bedeutung des Bauvorhabens. Birkel rechnet dem Gebäude durch seinen Standort am Rande der Kernstadt außerdem große städtebauliche Bedeutung zu.

Rund 3,7 Millionen Euro wird das Bauwerk kosten, finanziert von Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden. Aber auch auf die Gemeinde kommt ein finanzieller Kraftakt zu, denn die Einrichtung des Gebäudes muss sie tragen. Malafy geht von Kosten von rund 300 000 Euro aus, die durch Spenden aufgebracht werden sollen. "Wir würden uns sehr freuen, wenn uns die Menschen dabei unterstützen würden."

Der nächste große Schritt des Projekts ist die Grundsteinlegung am 20. März um 14.30 Uhr. Danach wird es einen Stehempfang geben und um 17 Uhr können nicht nur die Gäste der Grundsteinlegung im Alten Gymnasium ein Klezmer-Konzert erleben. Der Eintritt ist frei, Spenden sind natürlich willkommen.

 
 

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Armin Schulz

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