Von Reiner Neff

Das bis vor kurzem streng gehütete Geheimnis bei der Fußballabteilung des Verbandsligisten VfB Bösingen über die Nachfolge von Trainer Richard Maier, ist gelüftet (wir berichteten). Uli Fischer wird sein Nachfolger.

Der 42-Jährige gebürtige Oberndorfer, derzeit noch Coach beim Bezirksligisten SG Vöhringen, tritt am 1. Juli die Nachfolge von Richard Maier an, der nach zweijähriger, erfolgreicher Tätigkeit im Sommer vorerst einmal Pause vom Trainergeschäft machen will. Mit dem dreifachen Familienvater Fischer übernimmt kein Unbekannter der Fußballszene im Kreis Rottweil den Chef-Trainer Posten beim VfB Bösingen.

In seiner aktiven Zeit spielte Fischer einige Jahre beim damaligen Landesligisten FC Epfendorf, bevor er 1996 zum FV 08 Rottweil wechselte und mit dem Traditionsverein sofort den Aufstieg in die Landesliga schaffte. Auch beim Aufstieg der "Schwarz-Gelben" in die Verbandsliga Württemberg in der Saison 1999/2000 zählte er zum Meisterteam.

Nach zwei Jahren als Spieler in der Verbandsliga, übernahm Fischer 2002 sein erstes Traineramt bei der zweiten Mannschaft des FV Rottweil und führte diese zusammen mit Co-Trainer Jakob Späth (der inzwischen beim VfB Bösingen die D-Jugend trainiert), gleich in die Bezirksliga.

Nach sechs Jahren erfolgreicher Tätigkeit wechselte er als Trainer zurück nach Epfendorf, wo er den Verein in der Kreisliga B übernahm und mit dem FCE den Durchmarsch in die Bezirksliga schaffte. Nachdem er mit den Schlichemtälern zwei Mal den Klassenerhalt in der Bezirksliga feiern konnte, verließ Uli Fischer im November letzten Jahres den Verein nach viereinhalb Jahren. Im Januar heuerte er als Trainer bei der SG Vöhringen (Bezirk Nördlicher Schwarzwald) mit dem Ziel, Klassenerhalt an.

In Bösingen ist man nun froh, dass man bei der Trainersuche schnell fündig geworden ist. Wie Geschäftsführer des VfB Bösingen, Bernd Müller mitteilte, sei Uli Fischer der "Wunschtrainer der Vereins- und Abteilungsführung". Schon vor zwei Jahren habe es Kontakte zwischen Fischer und dem VfB gegeben. Doch damals hatte der 42-Jährige dem FC Epfendorf schon die Zusage für eine weitere Saison gegeben.

Der neue Mann, der ab der neuen Saison auf den "Bruckäcker" das Sagen haben wird, "ist von der Qualität der recht jungen Mannschaft überzeugt". Er wisse auch um die Bürde, die er in der nächsten Saison, egal in welcher Liga der VfB Bösingen spielen wird, übernehmen werde.

"Wenn ich bei einem Verein anfange, will ich etwas entwickeln. Bösingen bietet da gute Voraussetzungen, denn der Verein ist gut strukturiert und auch das Umfeld stimmt. Deswegen freue ich mich auf die neue Aufgabe", erläutert Fischer seine Beweggründe für die Zusage beim Verbandsligisten. Entsprechend sind seine personellen Vorstellungen für die kommende Runde. "In der nächsten Saison und darüber hinaus wollen wir junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs an die erste Mannschaft ranführen", so Fischer. Damit soll die personelle Basis verbreitert werden, damit der Verein langfristig höherklassig spielen kann.

Zudem hofft der neue VfB-Trainer, dass die erfahrenen Spieler bleiben. Gemeint ist die "wichtige Achse" mit Matthias Rötzer, Gerd Gaiselmann, Florian Haag, Tobias Müller, Manuel Bantle und Daniel Steinwandel.