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Rottweil 40 Meter in Tiefe gestürzt: Mountainbiker gerettet

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In einem Schlauchboot der Feuerwehr bringen die Retter den Verletzten sicher über den Neckar. Foto: Bergwacht

Rottweil - Hand in Hand haben am Sonntag verschiedene Rettungsdienste gearbeitet, um einen Mountainbiker aus den Steilhängen des Neckartals zu retten. Der Mann war beim Pulverloch etwa 40 Meter in die Tiefe gestürzt, bis er sich in einem Baum verfing. Ein Freund des Mountainbikers alarmierte um 15.09 Uhr die Rettungskräfte, die zur schwierigen Bergung ausrückten. Neben sieben Rettern der Bergwacht Rottweil waren Polizei, Rettungsdienst und die Feuerwehr mit 15 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen vor Ort.

In den teils senkrechten Hängen seilten sich Bergretter zu dem Verletzten ab. Sie sicherten ihn vor einem weiteren Absturz, bevor der ansprechbare Radfahrer noch im Hang notfallmedizinisch versorgt wurde. Mit dem Verdacht auf schwere Verletzungen wurde er schließlich von der Bergwacht weitere 30 Meter in einer Gebirgstrage herabgelassen. "Es war recht schnell klar, dass die Rettung nach oben aufgrund eines Felsvorsprungs nicht machbar war", erklärt Stadtbrandmeister Frank Müller.

Am Neckarufer wartete ein Schlauchboot der Rottweiler Feuerwehr auf den Verletzten. In diesem überquerten die Einsatzkräfte den Fluss und transportierten den Patienten laut Müller in einem Fahrzeug der Bergwacht weiter über unwegsames Gelände. Der alarmierte Rettungsdienst brachte den Mann schließlich zur weiteren Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus.

Die drei Mountainbiker waren verbotenerweise auf einem schmalen Waldpfad im Neckartal unterwegs, der für Radfahrer gesperrt ist. Offenbar kein Einzelfall, wie Bergwacht-Notarzt Stefan Schlick unserer Zeitung erzählt. Er habe auf dem Weg Spuren anderer Radfahrer gesehen. "Es ist ein relativ schmaler Weg, da braucht es nicht viel, dass man in den Hang hineinfährt", sagt er. Auf Nachfrage erklärt Schlick: "An der Stelle hatten wir erstaunlicherweise bisher keine Einsätze, obwohl die Spuren zeigen, dass dort viele Menschen unterwegs sind."

Der schmale Wanderweg fällt unter eine Regelung des Landeswaldgesetzes. Demnach sind in Baden-Württemberg Wege unter zwei Metern Breite für Radfahrer und Mountainbiker gesperrt. Es gibt jedoch auch Ausnahmen, diese sind als sogenannte "Single Trails" ausgewiesen.

Doch auch auf freigegebenen Wegen kann es für Radfahrer gefährlich werden. Schickle empfiehlt daher, besonders auf steilen Wegen Schutzkleidung zu tragen. "Außerdem sollte man über einen dem Gelände entsprechenden Trainingszustand verfügen", sagt der Notarzt.

Sowohl Schickle, als auch Stadtbrandmeister Müller loben indes die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen, die der Rettungsaktion am Sonntag zum Erfolg verholfen habe. "Wenn verschiedene Organisationen mit ihren jeweiligen Kompetenzen zusammenarbeiten, dann kommt dabei das Beste für den Patienten heraus", betont Schickle.

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