Rottweil Standort-Frage stellt sich auf jeden Fall

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Wind- und Solarenergie waren Themen beim Gespräch der Fraktion FFRundPRoFI mit OB Ralf Broß. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Rottweil. Über Grundsatzfragen einer zukunftsgerichteten Entwicklung der Stadt Rottweil sprachen Mitglieder der Gemeinderatsfraktion FFR undPRoFI mit Oberbürgermeister Ralf Broß. Von einer offen-freundlichen Atmosphäre, aber auch kritischen Fragen ist in der Pressemitteilung die Rede.

Mit der Neubesetzung an der Spitze des Fachbereichs 4 solle die Stadtplanung deutlicher in den Vordergrund gestellt werden. "Neues Bauen in alter Stadt" – eine Gratwanderung im denkmal-geschützten Gebäudebestand – unter diesem Motto könnten nach Vorstellung der Fraktion Visionen moderner Architektur und Bewahrung des historischen Stadtensembles in ein verträgliches Spannungsfeld gebracht werden. Beispiel in jüngster Zukunft sei die Jugendherberge. Alle Beteiligten, Bürger, der Geschichts- und Altertumsverein, Gemeinderäte, Stadtverwaltung, Investoren und Fachplaner, müssten im Gespräch bleiben, verständigte sich die Fraktion mit Broß.

Ebenso wichtig erschien den Beteiligten im Gespräch angesichts der demografischen Entwicklung das Wohnen in den Häusern der historischen Innenstadt. Denkmalschutz müsse mit zeitgemäßen und barrierefreien Zugängen vereinigt werden.

Ein wichtiges Anliegen der Fraktion bleibe eine Bürgerbeteiligung an den Planungsvorhaben für den Neubau der Justizvollzugsanstalt in Rottweil. Zu seiner zugesagten Mediation steht laut Pressemitteilung auch der Oberbürgermeister – allerdings nach einem Aufstellungsbeschluss. Ob es zum erneuten Standort-Suchlauf vor dem Aufstellungsbeschluss kommt, hänge auch von der neuen Landesregierung (wir berichteten) ab. Klar sei, dass in den beiden Planverfahren – Flächennutzungsplanänderung und Bebauungsplan – spätestens im Waldumwandlungsverfahren eine Überprüfung alternativer Standorte gesetzlich vorgesehen ist. Für die Fraktion habe eine offene Bürgerbeteiligung mit externer Moderation für dieses lange Planungsverfahren Priorität.

Die ehemals "Freie Energiestadt Rottweil" hat nach Meinung von FFRundPRoFI von ihrem Glanz verloren, auch wenn sich einiges getan habe in Sachen erneuerbare Energien: Biogasanlage in Hausen, Photovoltaik auf der Rottweiler Dachlandschaft und die kreisweite Energieagentur. Aber das Kommunale Energiemangement müsse runderneuert und die Umsetzung forciert werden. Das mit der ENRW erarbeitete Klimaschutzkonzept solle jetzt in Zeiten der Klimaveränderung und eines deutlich geänderten Klimabewusstseins in der Bevölkerung engagiert angepackt werden. Broß sprach die geplante Windenergieanlage im Spittelstann an sowie den Aufbau eines kommunalen Energiekonzeptes mit dem Ziel einer Zertifizierung als Energie-Musterkommune. FFRundPRoFI sagten Broß da die volle Unterstützung zu.

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