
Rottweil. Die heutige Landwirtschaft ist stark durch den Einsatz von Maschinen geprägt. Für Kinder ist das Erleben traditioneller Arbeitsweisen, das Begreifen von Ursache und Wirkung im Feldbau sowie die Erlangung eines umfassenden Gespürs für natürliche Vorgänge nur schwer möglich, heißt es in der Pressemitteilung der Waldorfschule.
Kürzlich hatten die Schüler der dritten Klasse der Freien Waldorfschule zusammen mit ihren Lehrern und unterstützt durch zwei Eltern Gelegenheit zur praktischen Arbeit im Feld.
Bei wunderschönem Spätsommerwetter ging es zunächst zu Fuß vom alten Forstamt nach Bühlingen. Dort angekommen, wurden Pflug und Egge ausführlich erforscht und deren Funktion besprochen. Nach einem kräftigenden Vesper konnten die Schüler dann als "Zugpferde" erfahren, wie viel Kraft nötig ist, einen Pflug durch den Acker zu ziehen. Auch die Schwierigkeit, gleichmäßige und parallel verlaufende Furchen zu ziehen, führte bei den Schülern zu regen Diskussionen.
Besonders viel Spaß machte das anschließende Eggen des Bodens. Zum Abschluss der praktischen Unterrichtsstunde wurde noch die Saat in den Boden eingebracht. Jetzt hoffen die fleissigen Feldarbeiter, dass ihnen eine gute Ernte ins Haus steht. Der ausgebrachte Roggen der vorherigen Feldbauepoche wurde im Sommer geerntet; das Korn ausgedroschen, gemahlen und zu leckeren Brötchen verbacken.
Denkanstöße: Diplom-Meteorologe Sven Plöger referiert im Kraftwerk zum Thema Klimawandel.