Rottweil - Auf Unverständnis stößt bei Oberbürgermeister Ralf Broß die Schelte aus Hausen bezüglich der Ortsdurchfahrtssanierung.

Weil die Sanierung statt der vom Regierungspräsidium angekündigten vier Wochen mittlerweile doppelt so lang dauert, hatten im Ortschaftsrat einzelne Räte moniert, man fühle sich in Hausen "für dumm verkauft" und dem OB mangelnden Schulterschluss vorgeworfen. Er habe stattdessen "Beschwichtigungsversuche" unternommen.

Dies sei absolut nicht der Fall, stellt Broß im Gespräch mit unserer Zeitung klar. Knackpunkt sei wohl, dass er bei seinem Besuch in Hausen im Juni den vom Regierungspräsidium vorgegebenen Bauzeitenplan weitergegeben habe. Darin war von vier Wochen Bauzeit und einem Baubeginn Anfang August die Rede. Bei einer Anliegerbesprechung am 5. September – der Baubeginn hatte sich mittlerweile verschoben – war immer noch seitens des RP von vier Wochen Bauzeit die Rede, erinnert Broß.

"Man könnte sagen, auch in Rottweil fühlt man sich veräppelt", meint Broß angesichts der Tatsache, dass die Maßnahme nun erst nach neun Wochen abgeschlossen werden kann. "Wir sind hier lediglich die Überbringer der schlechten Nachrichten."

Wären Bautrupps in entsprechender Stärke vor Ort gewesen, sei die Sanierung sicher auch schneller zu bewältigen gewesen. Darauf habe man bei der Straßenbauverwaltung des RP auch hingewiesen, als sich die Verzögerung abzeichnete. Und immerhin, so Broß, sei es gelungen, den damaligen Regie- rungspräsidenten bei seinem Besuch in Hausen 2010 überhaupt davon zu überzeugen, die Maßnahme anzugehen.