Rottweil Klarer Auswärtssieg in der Landeshauptstadt
admin, 04.10.2010 18:38 Uhr
Die Reichsstädter erwischten in der Landeshauptstadt beim Auswärtssieg einen guten Tag. Foto: BollingerFoto: Schwarzwälder-Bote
Die Voraussetzungen für die Begegnung mit den Rugbyfreunden in Stuttgart schienen für die Rottweiler fast optimal, da Trainer Karl-Heinz Bahr seine Mannschaft zum ersten Mal annähernd in Top-Besetzung aufstellen konnte. Das Endergebnis von 56:12 spricht für Rottweil.
Der RCR begann die Partie mit der taktischen Ausrichtung, sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren und dies über die vollen 80 Minuten Spielzeit konsequent umzusetzen.
Die RCR’ler jedoch fanden nur schwer ins Spiel und konnten trotz mehrerer gewonnener Gedränge das Spiel nicht öffnen, da der Stuttgarter Gedrängehalb seinem Gegenüber Simon Wilde das Leben schwer machte. Nachdem die "Schwarz-Gelben" aber ihre Anfangsnervosität abgelegt hatten, liefen die Rottweiler in der 12. Minute durch Sylvain Lathière zum ersten Mal im Stuttgarter Malfeld ein (5:0) und konnten in der 16. Minute durch einen Straftritt durch Simon Wilde schnell mit 8:0 in Führung gehen. Nun hatte der RCR seinen spielerischen Rhythmus gefunden, und in der Folgezeit gelang es dem RCR über die starke dritte Reihe immer wieder, seine Hintermannschaft ins Spiel zu bringen und den Gegner in der eigenen Hälfte unter Druck zu setzen. Folglich konnte in der 24. Minute wiederum durch einen Versuch von Sylvain Lathière, der durch Simon Wilde erhöht wurde, mit 15:0 die Führung ausgebaut werden. Kurz danach aber kassierten die Reichsstädter wegen Festhaltens am Boden und Meckerns gegen die Schiedsrichterentscheidungen im eigenen Viertelfeld hintereinander vier Straftritte. Diese Gelegenheit nutzten die Stuttgarter zu ihrem ersten Versuch und verkürzten zum 5:15. Die "Schwarz-Gelben" hatten sich nach ihrem Aussetzer aber schnell wieder gefangen. Zwei weitere Versuche für die RCR’ler in der 39. Minute durch Erste-Reihe-Stürmer Florian Dicu sowie gleich nach Wiederankick in der 40. Minute durch Innendreiviertel Tobias Oswald waren die Ergebnisse guter und schneller Ballstafetten über eine ganze Reihe von Spielern. Beide konnten nach Sprints entlang der Außenlinie ins Stuttgarter Malfeld einlaufen. Mit 5:25 wurden die Seiten gewechselt.
Gleich zu Beginn er zweiten Halbzeit erkämpften sich die "Schwarz-Gelben" weitere vielversprechende Angriffsmöglichkeiten. Bereits in der 44. Minute baute Innendreiviertel John Carafassi den Vorsprung aus, als er kurz vor dem Malfeld eine Lücke in der Stuttgarter Verteidigung nutzte und gekonnt zum Versuch ablegte. Fünf Minuten später gelang dies auch Schlussspieler Christian Volkmann. Die Erhöhung durch Sebastian Wilde war erfolgreich, somit lag der RCR nun mit 5:37 vorne. Zehn Minuten später war es wieder die Hintermannschaft des RCR, die nach einem schönen Spielzug Außendreiviertel Sebastian Wilde frei spielte, der durch einen starken Lauf zwei gegnerischen Spielern enteilen konnte und ungehindert den Ball zwischen den Malstangen ablegte.
Trotz der nun deutlichen 5:44 Führung verloren die überlegenen RCR’ler auch Mitte der zweiten Halbzeit wieder kurz die Fassung und kassierten nach einem Foul und anschließendem Meckern wiederum Straftritte, die schließlich zum zweiten Versuch der Stuttgarter führte. Mit der erfolgreichen Erhöhung stand es nun 12:44.
Der Denkzettel saß: In der verbleibenden Spielzeit besannen sich die jungen Reichsstädter wieder auf ihr Können. Die Angriffe der Stuttgarter konnten schon früh gestoppt werden, und mit den gewonnenen Bällen entwickelte sich noch eine Reihe von guten und erfolgversprechenden Möglichkeiten, die schließlich mit zwei Versuchen abgeschlossen werden konnten (Mathieu Percheron und Sylvain Lathière).
Das Endergebnis von 12:56 ist verdient. Mit viel Einsatz und Spielfreude konnten die RCR’ler diese Partie überlegen gestalten. Die gute Leistung des Sturms nicht nur im Gedränge und in den Gassen sondern auch im offenen Spiel ermöglichte der Drei-Viertel-Reihe eine Vielzahl von Angriffen aufzubauen, die über die gesamte Spieldauer erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Hervorragend in die Mannschaft eingefügt hat sich eine kleine Gruppe französischer Spieler, die in der Garnison Donaueschingen stationiert sind.



