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Rottweil Kapuziner erlebt die große Kleinkunst-Vielfalt

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Michael Feindler, Mia Pittrow und Thomas Kreimeyer sind die Träger des Kabarettpreises 2011. Foto: Schnekenburger Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Bodo Schnekenburger

Rottweil. Nein, dass gleich der erste Kandidat vom Hauptsponsor gekauft sei, ist nur ein Gerücht. Dabei passte seine zwischen knall- und zartorange changierende Krawatte – außer, dass sie ein bisschen dezenter war – doch so schön zur Kleiderordnung der Volksbank, die das Preisgeld für den Jurypreis des "Goldenen Rottweilers" stiftet. Im Kapuziner konnte sich Reinhold Steinle, der Berliner aus Schwaben, trotz solcher modischer Maßnahmen letztlich nicht gegen die die Konkurrenz durchsetzen.

Das Rennen um den Rottweiler Kabarettpreis, übrigens bereits zum neunten Mal ausgelobt, zeigte nicht nur ein "denkbar breites Spektrum der nur vermeintlich kleinen Kunst", wie es am Samstagabend dann in der Begründung der Jury hieß. Man habe den Wettbewerbsabend genießen dürfen, weil die Teilnehmer aus diesem Spektrum "auf hohem Niveau mit großer Authentizität und Präsenz" agiert hätten. Das gilt für die Beiträge des klassischen Sprechkabaretts genau so wie für die Akzente, die Teilnehmer aus der Poetry- Ecke setzten, die sich übrigens erstaunlich klassisch gaben. Auch köstliches Musikkabarett gab es, und mit Thomas Kreimeyer sollte schließlich ein brillanter Vertreter der Impro-Szene den Publikumspreis abräumen. Dagegen war die Abteilung Tagespolitik eher dünn besetzt.

Es war also nicht nur beste Unterhaltung geboten, sondern die auch noch in erstaunlicher Vielfalt. Dazu kam, dass der lange versprochene Umzug in den Sonnensaal die Platzprobleme, die am früheren Veranstaltungsort, dem Zimmertheater, regelmäßig für Luft zum Schneiden und schwindende Aufmerksamkeit sorgten, eindrucksvoll eliminierte. Dass am ersten Abend 320 Besucher gezählt wurden – vielen musste im Vorfeld bereits abgesagt werden – und am Preisträgerabend immerhin noch etwa 200 Gäste begeisterndes Kabarett genossen, zeigt, dass der Standort Rottweil auch eine Adresse für Kleinkunstfreunde ist.

Gewinner gab es schließlich auch noch. Nach zähem und vor allem langem Ringen, wie die Jury am Samstag verkünden ließ. Das war dem Niveau und der Vielfalt des Dargebotenen geschuldet. Letztlich einigte man sich auf die Bayreutherin Mia Pittrow für den Jurypreis. Ein vom Kulturamt ausgelobter Förderpreis ging an Michael Feindler.

 
 

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