Rottweil Jugendliche verschaffen sich politisches Gehör in der Stadt

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Rottweil. Tuttlingen hat ihn seit Jahren, Wellendingen seit knapp einem Jahr. Die Rede ist von einem Jugendgemeinderat. Eine Plattform, die es Jugendlichen ermöglicht, selbst in der eigenen Stadt mitzuwirken und eigene Ideen und Vorschläge einzubringen und durchzusetzen. Nun soll auch Rottweil einen Jugendgemeinderat bekommen.

Bereits vor einiger Zeit hat Ingo-Felix Meier, Leiter des städtischen Kinder- und Jugendreferates (KiJu), mit seinem Team ein Konzept für einen Jugendgemeinderat entwickelt. Das wird seit einigen Wochen von einer Gruppe Jugendlicher überarbeitet und ergänzt, heißt es in einer Mitteilung.

Eine weitere Gruppe Jugendlicher um Anne Kleinmann und Melanie Knaus (Stadtjugendring) sowie Elke Reichenbach und Sebastian Schuler (FFR) und Carola Oßmer (Bündnis 90/Die Grünen) haben sich auf die Fahnen geschrieben, das Thema Jugendgemeinderat in Rottweil öffentlich vorzustellen.

Am Samstag, 21. Mai, von 16 bis 18 Uhr ist es soweit: In den Räumen des Stadtjugendrings in Rottweil am Kriegsdamm lernen die Kinder und Jugendlichen von zehn bis 20 Jahren das politische Organ eines Jugendgemeinderats, seine Funktion und seinen Aufbau sowie seine Möglichkeiten kennen. Aufgefordert sind alle Kinder und Jugendlichen zwischen zehn und 20 Jahren aus Rottweil und den Teilorten, die sich entweder einfach nur informieren wollen, oder sich sogar vorstellen können, für den Jugendgemeinderat in Rottweil zu kandidieren.

Wie funktioniert so ein Gremium überhaupt?

Die große Altersspanne soll ermöglichen, dass Interessen aller Altersklassen abgedeckt werden. "Wir wollen aktiv den Aufbau eines Jugendgemeinderats in Rottweil unterstützen und organisieren deshalb in den Räumen des Stadtjugendrings das Aktionstreffen, in dem sich die Jugendlichen über den Gemeinderat informieren können", erklärt die 18-jährige Anne Kleinmann das Konzept.

"Wir wollen in dieser Veranstaltung erklären, wie ein Jugendgemeinderat funktioniert, welche Möglichkeiten er hat, was er erreichen kann", ergänzt ihre Stadtjugendringskollegin Melanie Knaus. "Vor allem sollen Jugendliche auch eigene Ideen äußern, was sie sich von ihrer Stadt, von einem Jugendgemeinderat als politisches Organ erwarten", ergänzt Elke Reichenbach.

Fehlen am Wochenende Busverbindungen auf die Dörfer, schmeckt das Mensaessen nicht, wünschen sich die Jugendlichen mehr Aufenthaltsräume an den Schulen? "All das kann ein Jugendgemeinderat aufgreifen und sich wie der große Gemeinderat auch für Verbesserungen im eigenen Umfeld einsetzen", lautet Carola Oßmers Einschätzung. Und so hoffen die Veranstalter auf großes politisches Interesse der jungen Rottweiler, die sich für ihre Stadt einsetzen wollen.

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