Rottweil Hollister’s hat Bikes von der Stange
Schwarzwälder-Bote, 11.01.2013 21:01 Uhr
Die Qualität der Neuentwicklungen bezüglich Technik, Finish und Fahreigenschaften hat Volker Sichler, selbst mehrfach ausgezeichneter Hersteller ausgefallener Motorräder in Horgen, überzeugt. Foto: SchnekenburgerFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Bodo Schnekenburger
Zimmern-Horgen. Seine Leidenschaft für Motorräder ist groß. Sonst wäre er kaum auf die Idee gekommen, eine Zweiradschmiede für ausgefallene Entwürfe zu etablieren. Um so überraschender ist Volker Sichlers neue Begeisterung für Bikes "von der Stange".
Wer bei Sichler in Horgen ordert, tut das mit Sicherheit nicht, um irgendwann einfach nur auf zwei Rädern von A nach B zu kommen. Er will unterwegs sein mit der Maschine, will das Brabbeln hören, das im Leerlauf an einen soliden US-Achtzylinder erinnert – womit es sich dann schnell hat, wenn die Karre auf Touren kommt. Und auch wenn sportliche Fahrer auf Pass-Straßen gerne mal die Rasten abschleifen, ist doch klar: Die Hollister’s-Bikes, die in Horgen entstehen, sind keine Kurvenräuber, keine "Rennerle", sicher auch keine "Wohnzimmer", sondern emotional gestaltete und auf Wunsch mit vielen Gimmicks ergänzte Fahrmaschinen, die weltweit ob vor der Kneipe oder dem mondänen Straßencafé eine gute – und charakteristische – Figur machen.
Bedenkt man, dass Sichler zu dem Geschäft kam, weil er ursprünglich manche Schwäche der Klassiker mit dem klangvollen Namen vergessen und die Bikes straßentauglich machen wollte, mutet es schon seltsam an, dass er ausgerechnet an einer Großserien-Neuentwicklung einen Narren gefressen hat. Doch glaubt man ihm, wenn er versichert, dass er schon seit Jahren nicht mehr mit flottem Tempo "so entspannt" um eine Kurve geschnürt sei. Verantwortlich für dieses neue Fahrgefühl ist eine Firma, die sich eigentlich mit professionellen Quads und ATVs einen Namen gemacht hat. Ob Hüttenbetreiber, Landwirt oder Freizeitabenteurer: Die Marke, die klingt wie aus einem Science-Fiction-Film, sitzt sicher im Sattel. Und ausgerechnet die hat sich seit vor gerade mal fünf Jahren daran gemacht, unter neuem Namen Cruiser auf zwei Rädern zu bauen. Sichler, der die "Victory"-Bikes in Südwestdeutschland etablieren will, ist jedenfalls begeistert. Aus dem Stand, so erklärt er, hätten die Techniker ein Problem gelöst, das alle anderen gängigen Konstruktionen haben, ansprechend sehen die Bikes auch aus, es gibt ab Werk bestimmte Ausstattungspakete, und wer will, kann in Zimmerlautstärke durch die Landschaft brausen.
Brausen? Das machen die neuen besser als die Konkurrenz, wie die durchaus markenaffine US-Highway-Patrol nach ausgiebigen Tests zugeben muss. Ach ja, und zu den Detaillösungen gehört auch der Fall der Fälle: Falls einer den schweren Bock doch mal auf die Seite legt, landet der immer auf drei Punkten, geht nicht kaputt und kann, auch das hätten Versuche gezeigt, von zierlicheren Vertreterinnen des vermeintlich schwächeren Geschlechts wieder auf die Beine, pardon: die Räder, gestellt werden. Gute Argumente für Sichler, die Skepsis beiseite zu legen. Zumal die Victory-Bikes auch preislich eine Ergänzung unterhalb seiner eigenen Konstruktionen sind.



Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht?
Ich habe den Bericht auch 2 Mal lesen müssen und habe dann begriffen, dass Herr Sichler (bisher bekannt für seine edlen Unikate für die er nicht wenige Design-Preise errang) nun die Begeisterung für Motorräder 'von der Stange' Marke 'Viktory' entdeckt hat. Nicht mehr und nicht weniger. Die Musik-Kritiken von Herrn Schnekenburger sind in der Regel sehr eigentümlich und nicht leicht verständlich. Dieser Bericht nun - aus einem ganz anderen Bereich - ist sehr ambitioniert, aber der Schwabe (oder der schwäbische Motorrad-Freak) hat es vielleicht lieber etwas 'bodenständiger'. Dies aber meine ganz persönliche Meinung. Ich finde, den letzten Absatz muss sich selbst der 'Germanistik-Insider' auf der Zunge zergehen lassen. Er birgt für mein zugegebermaßen 'nicht studierte' Deutsch-Verständnis keinerlei Aussage in sich - abermals meine persönliche Meinung. Fazit: Fürs Feuilleton ist dieser Bericht sicher ein Hochgenuss - für eine Lokalredaktion wohl eher die falsche 'Liga'.
Was isch?
Viel Text, aber nach dem Lesen stellt man sich unweigerlich halt ein schwäbisches 'Hä? Was isch? Was hät der Autor sage welle?'. Es hat leider nicht funktioniert mit dem Überbringen der Botschaft, wie auch immer diese lauten mag.