Von Lothar Herzog

Mit einem Heimsieg will Oberligist AV Sulgen eine nicht unbedingt nach Wunsch verlaufene Saison versöhnlich abschließen. Mit dem KSV Aalen II empfängt die Truppe um Trainer Oliver Stich und Mannschaftsführer Klaus Malz einen unberechenbaren Gegner, der allerdings sprichwörtlich im Würgegriff des Reglements steckt.

Nach dem die erste Mannschaft der "Ostalbbären" ziemlich unerwartet im Achtelfinale um die DM am 1. Luckenwalder SC scheiterte und sich bereits in die Weihnachtsferien verabschiedete, wurde die ansonsten üppige Personaldecke der "Zweiten" dünner. Zuletzt hatten die Aalener beim 13:23 gegen den TSV Ehningen Aufstellungsprobleme und boten drei so genannte Doppelstarter auf. Die Richtlinien geben vor, dass Athleten, die mehr als 50 Prozent ihrer Kämpfe in der ersten Garnitur absolviert haben, zwar in einer unterklassigen Mannschaft eingesetzt werden dürfen, die Punkte aber dem Gegner zufallen.

Aufgrund dieser Tatsache erscheint die Aufgabe gegen die Gästestaffel durchaus lösbar für den AV Sulgen. Dennoch haben die Ostalbringer die Möglichkeit, den einen oder anderen startberechtigten Hochkaräter aufzubieten.

Die Frage ist nur: zu welchem Preis. Dies nährt aber Spekulationen, wonach die Aalener planen, mit einem Bus in den Schwarzwald anzureisen. Bringen würde dies den Gästen sportlich eigentlich nicht viel, denn gegenüber dem Sechsten, SG Weilimdorf, haben sie den besseren direkten Vergleich und zum Vierten, AV Sulgen, beträgt der Rückstand uneinholbare vier Punkte.

Die Gastgeber liebäugeln dagegen noch mit Platz drei, bräuchten dabei allerdings die Schützenhilfe des TSV Herbrechtingen, der dem Lokalrivalen AB Aichhalden mindestens ein Unentschieden abtrotzen müsste. Der Kampf findet in der Festhalle Sulgen statt, Beginn ist um 19.30 Uhr. Im Vorkampf ab 18 Uhr empfängt der AV Sulgen II in der A-Klasse die dritte Vertretung des Erstligisten SV Triberg. Dabei sind die Gastgeber klarer Favorit.

Nach dem Kampf wird die Bezirksvorsitzende Birgit Hepting (KSV Trossingen) den Ringern des AV Sulgen den Meisterteller überreichen. Die Sulgener stehen bereits als Meister und Aufsteiger in die Bezirksklasse fest, unabhängig wie die Begegnung gegen die Triberger endet.