Kreis Rottweil - Ein Großbrand auf dem Hochwald hat die Feuerwehr am Donnerstag um den Schlaf gebracht. Eine große Halle stand in Flammen. Die Ursache ist noch unklar, doch der Schaden ist groß.

Maschinen und die Futtervorräte des Hofs sind zerstört.Der Erstalarm erfolgt um 18.59 Uhr: Feuer auf dem Hochwald. Keine sechs Minuten später ist der erste Feuerwehrmann vor Ort. Beim Eintreffen brennt die Maschinenhalle "lichterloh", erzählt Rainer Müller, Einsatzleiter und Rottweiler Stadtbrandmeister. Die Flammen schlagen bis zu fünf Meter hoch aus dem Dach des Gebäudes. Von oben, von der Hubarbeitsbühne aus, nähern sich die Rettungskräfte denn auch dem Feuer: Ein weißer Vorhang ergießt sich über die Flammen.

Ausgerechnet auf dem Hochwald, der Weiler gehört zu Rottweil, ist die Löschwasserversorgung schlecht, sagt Rainer Müller. Zwar gebe es in der Nähe einen Hydranten, allerdings reiche er für die Brandbekämpfung nicht aus. Zur Sicherheit fordert er deshalb Fahrzeuge mit Wassertanks der Feuerwehren Zimmern und Dunningen an. Dann gelingt es den Einsatzkräften aber doch, zwei dicke Leitungen zu einem weiteren Hydranten zu legen. Insgesamt sind Feuerwehr, Polizei und Rotes Kreuz mit 80 Mann im Einsatz.

Doch nicht nur das Wasser macht ihnen zu schaffen, auch das Eis auf den Wegen: Immer wieder rutschen sie aus, fordern deshalb den Streudienst an. Das Feuer bringen sie ebenfalls unter Kontrolle.

Die Ursache für den Brand ist noch unklar, dasselbe gilt für die Schadenshöhe. Allerdings steht schon jetzt fest: Er dürfte hoch sein. Die Halle gehört zum einzigen Bauernhof auf dem Hochwald, der noch Vieh hat. In dem abgebrannten Gebäude lagerte Winterfutter, Stroh und Heu. "Wir brauchen ja alles", sagt die Besitzerin gestern. Das allerdings gilt auch für die Maschinen. In der Halle standen unter anderem Radlader, Traktor, Mähwerk. Das Feuer hat sie zerstört.

Und doch ist die Frau froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist: "Gott sei Dank sind keine Menschen und Tiere verletzt." Ein Familienmitglied hatte das Feuer bemerkt und Alarm geschlagen.

Nach und schleppt die Feuerwehr die Maschinen aus der Halle. Ein ausgebrannter Radlader steht rauchend davor. Später soll ein Bagger das im Gebäude verbliebende Stroh verteilen, sodass alle Glutnester gelöscht werden können. Die Feuerwehr stellt sich auf eine lange Nacht ein – das DRK liefert heißen Tee und 200 Brötchen. Immerhin eine gute Nachricht.