(cpe). Mit einem Kraftakt gewann die HSG Rottweil knapp mit 31:30 bei der HWB Winterlingen/Bitz und verteidigte mit 14:2-Punkten die Tabellenspitze in der Handball-Bezirksliga.

"Es war sicherlich kein hochklassiges Spiel. Aber meine Mannschaft hat eine große Moral gezeigt, nachdem wir permanent einem knappen Rückstand hinterher gelaufen sind und ist am Ende für ihr Engagement auch belohnt werden", wollte HSG-Trainer Katzmeier nach dem Sieg mit nur einem Tor Vorsprung im bisherigen Saisonverlauf auch nicht nur von Glück reden. "Ich denke, es ist auch eine gewisse Qualität bei uns vorhanden, bei engen Spielen in der Schlussphase einfach noch einmal zuzulegen", so Katzmeier, der die Statistik bemüht. So schloss seine Mannschaft in Bitz zehn, der letzten elf Angriff mit einem Torerfolg ab. "Die Mannschaft zeigt momentan eine sehr große Moral, lässt sich auch von Rückständen nicht aus der Ruhe bringen und glaubt immer an sich", lobt der HSG-Trainer seine Mannschaft.

Im Vorfeld hatte Katzmeier große Bedenken. Vor dem vierten Spiel innerhalb von knapp zwei Wochen waren doch einige Spieler angeschlagen oder gingen geschwächt durch einen Grippevirus, in die Partie. Zudem fielen auch noch der verletzte Andreas Eisenack sowie Fabian Gubler (Studium) aus. Umso höher ist der siebte Saisonsieg zu bewerten. "Ich bin jetzt froh, dass unter der Woche nicht schon wieder ein Spiel ansteht und die Jungs etwas regenerieren können", will auch der Trainer selbst, der ebenfalls mit einer Grippe zu kämpfen hat, in den nächsten Tagen etwas durchatmen und kürzer treten.

Und so wollen die Rottweiler dann gestärkt an die kommende Aufgabe heran gehen, wenn es am Samstag gegen den VfL Ostdorf geht. "Im Pokal haben wir in Ostdorf klar verloren, haben dort aber auch einige Spieler geschont. Trotzdem wird dies wieder eine sehr schwere Aufgabe für uns", weiß Siggi Katzmeier, dass die Ostdorfer gewinnen müssen, wollen sie mit derzeit 5:7-Punkten selbst noch in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen.

Nichts zu holen gab es für Rottweils Lokalrivalen. Der SV Hausen unterlag beim wieder erstarkten TV Talheim deutlich mit 28:39 und belegt mit 4:12-Punkten den drittletzten Platz. Nach Minuspunkten gerechnet (die dahinter platzierten Mannschaften haben jeweils noch zwei Spiele weniger ausgetragen) wäre die Mannschaft von Trainer Jochen Barth sogar Letzter.