Rottweil Gerd Schneider: Da schlagen mehrere Spieler ein

Schwarzwälder-Bote, 03.08.2012 17:01 Uhr

Von Frank Schäfer

Der raue Abstiegskampf der vergangenen Saison hat deutliche Spuren hinterlassen in der Bezirksliga. Dementsprechend will sich die Mehrzahl der Vereine in Sachen Saisonziel nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

Der FC Epfendorf hat Lehren aus einer von Verletzungen geprägten Rückrunde gezogen und folgerichtig die Leistungsdichte im Kader erhöht. Florian Pönisch (SV Herrenzimmern) und Magnus Widmann (SV Harthausen) suchen nach den Abstiegen ihrer Vereine eine neue Herausforderung, kehren ebenso wie Dennis Pflie, der sich unter der Woche weiterhin an seinem Studienort Schwäbisch Gmünd fit hält, zu ihrem Jugendverein zurück. Aus der A-Jugend sind mehrere Spieler auf dem Sprung. Da der Stamm zusammen gehalten werden konnte, schicken Uli Fischer und sein Co-Trainer Sevket Manyas eine ebenso eingespielte wie verschworene Einheit ins Rennen um einen einstelligen Tabellenrang.

Eine unzureichende Saisonvorbereitung brachte beim SV Seedorf in der vergangenen Runde bekanntlich eine Lawine ins Rollen, die erst in der Relegation gestoppt werden konnte. Schnee von gestern? Die erste Hälfte der Vorbereitung vermittelte, laut Gerd Schneider, positive Eindrücke. Der Trainer ist sich sicher: "Da schlagen mehrere Spieler ein in dieser Runde." Kuriose Duelle lieferte der Eschach-Pokalsieger in den Tests ab. Auf ein 5:5-Remis während dem Trainingslager in Kenzingen gegen den ortsansässigen Verein, ließ man zu Gast beim SV Wittendorf einen 9:4-Erfolg folgen. Der SVS eröffnete nach einem 0:2-Rückstand zur Pause bestes Pressing, ließ die "Kasse" so insgesamt neun Mal klingeln. Ein weiteres Indiz dafür, dass die Offensive auch ohne den Toptorjäger Marco Tümpel über ausreichend Potenzial verfügt, um das Saisonziel "einstelliger Tabellenplatz" in einem möglichst niedrigen Zahlenbereich zu verwirklichen.

Auch der SV Waldmössingen möchte die vergangene Saison hinter sich lassen, formuliert seine Ziele indes gewissermaßen vorsichtig. "Eine schwierige Spielrunde liegt hinter uns und die kommende Saison wird nicht leichter werden. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir gut vorbereitet sein werden, unsere junge Mannschaft sich Schritt für Schritt weiterentwickeln wird", so Matthias Bantle, der sich von jungen Spielern wie Simon Kraft den nächsten Schub in dessen Entwicklung erhofft.

In dieser Hinsicht wurde der Coach während der bisherigen Vorbereitung nicht enttäuscht. Neben Kraft spielte sich beim Heimbachpokalsieger unter anderem Neuzugang Rainer Weber (TSF Dornhan) in den Vordergrund.

Die FSV Schwenningen strebt nach einem weiteren großen Umbruch einen gesicherten Mittelfeldplatz an und setzt dabei mit dem Duo Özgür Solmaz und Jens Landsberg auf zwei Spielertrainer aus der eigenen Reihe. "Wir verfügen über eine junge, talentierte Mannschaft, in der sehr viel Wert auf Teamgeist gelegt wird. Allerdings ist der Kader mit 16 Spielern sehr klein, zumal ab September drei Studenten ein Auslandssemester absolvieren werden", vermutet Solmaz Probleme, sollte eine vergleichbare Verletzungsmisere wie in der vergangenen Saison eintreten.

Vergleichbaren Kurs fährt die SpVgg Trossingen. Hinsichtlich der Nachfolge von Joachim Patzak – seine beiden Söhne Andi und Marco gingen ebenfalls – schenkt die SpVgg Francesco Mazzeo das Vertrauen. Der Trainer empfahl sich durch den Aufstieg mit der zweiten Mannschaft für die anspruchsvolle Aufgabe. Da der Deißlinger zuvor bereits Coach der SpVgg-A-Junioren in der Verbandsliga war, durch ständigen Kontakt zudem die jungen Talente der diesjährigen Verbandsligaaufsteiger kennt, erscheint die "Beförderung" nur nachvollziehbar.

"Die erfolgreiche Jugendarbeit soll endlich Früchte tragen, wir wollen so schnell wie möglich die jungen Spieler integrieren", schwebt Mazzeo eine mit Talenten gespickte Elf vor, der es überragend im Mittelfeld besetzt, laut Coach, am Vollstrecker fehlt.

 
 
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