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Rottweil Frühstücksidee trifft den Geschmack

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Tolle Stimmung beim Begegnungsfrühstück der Bürgerstiftung im Stadtgraben: Einheimische und Geflüchtete nutzen die Chance, einander kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen. Fotos: Zelenjuk Foto: Schwarzwälder-Bote

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Mit einem Begegnungsfrühstück für Rottweiler Bürger und Flüchtlinge hat die Bürgerstiftung am Sonntag ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert.

Rottweil. Unter dem Motto "Come together – Refugees Breakfast" hatten die Organisatoren die beiden Seiten auf gesellige Weise zusammengebracht. Die Resonanz war überwältigend: Mehr als 120 Eintrittskarten wurden im Vorverkauf erworben, viele kauften sich ihre Buttons vor Ort. Jeder Einheimische bezahlte mit dem Eintrittspreis von 15 Euro nicht nur sein eigenes Frühstück, sondern als Pate auch ein Frühstück für einen Geflüchteten.

"Das Verhältnis stimmt so nicht ganz, wir haben weniger Flüchtlinge als Einheimische", stellte Henry Rauner, Präsident der Bürgerstiftung, fest. Das spiele allerdings keine große Rolle. Im Mittelpunkt stand für die Organisatoren die Idee der Begegnung. Wichtig war, dass sich die beiden Seiten näherkommen, dass mögliche Berührungsängste schwinden.

Das große gemeinsame Frühstück bot in der Tat viel Raum für Begegnungen und Gespräche. Allerdings: Die meisten Gäste kamen in kleinen Gruppen, und am Anfang wollten sich die Tische nicht wirklich mischen. Ab und zu stellte die Kommunikation wegen mangelnder Sprachkenntnisse eine Herausforderung dar. Man gab sich viel Mühe, auf beiden Seiten. Viele versuchten es mit Händen und Füßen oder mit Englisch. Einige Flüchtlingskinder unterstützten ihre Eltern als Dolmetscher. Es gab aber auch erwachsene Geflüchtete, die schon sehr gut Gespräche auf Deutsch führen konnten.

An diesem Vormittag tauschte man Adressen und Handynummern aus, auch der eine oder andere Einladungszettel wurde ausgefüllt. Bis in den frühen Nachmittag feierte man zusammen. Es war ein entspanntes, fröhliches Miteinander. Die Stimmung war fantastisch, das Frühstück wurde zu einem bunten Sommerfest. Die Kinder tummelten sich gerne in der Spielecke hinter der Bühne: Da klappte es hervorragend mit der Verständigung.

Anja Straub kümmert sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich um zwei Familien mit Kindern aus dem Haus St. Anna. "Mal machen wir ein Picknick, mal gehen wir auf den Rummel oder besuchen ein Sportfest. Es ist erstaunlich, wie viel Freude man den Kindern mit so einfachen Dingen machen kann. Man gibt ihnen das Gefühl, sie werden akzeptiert. Mir macht es Riesenspaß, und diese Kinder sind mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen", erzählte Straub.

"Ich finde es toll, dass das Frühstück so gut angenommen wird und so viele Leute da sind, um die Integration zu unterstützen", sagte Bürgermeister Christian Ruf. Die Stadt Rottweil war als einer der Kooperationspartner mit dabei. Unterstützt haben die besondere Idee auch der Freundeskreis Asyl, der b2-Biomarkt, der Getränkemarkt Mebold, ENRW und die Katholische Jugend Rottweil.

Als Vorstandsmitglied des Freundeskreises Asyl dankte Jörg Gronmayer der Bürgerstiftung für die Möglichkeit, so viele Bürger und Geflüchtete aus Rottweil zusammenzubringen. Er forderte die Anwesenden auf, den Freundeskreis auch bei der Wohnungssuche für Flüchtlinge zu unterstützen. "Bitte haben Sie keine Bedenken! Die Finanzierung ist gesichert, und wir begleiten die Familien bei Themen wie Kehrwoche oder Mülltrennung", ermutigte er. Der Freundeskreis Asyl brauche außerdem alte Fahrräder, dringend würden auch Sprachpaten für das Integrationsprojekt Treffpunkt T gesucht. "Es geht auch mit Schwäbisch, es muss nicht unbedingt Hochdeutsch sein", betonte Gronmayer.

Die Bürgerstiftung nutzte das zehnjährige Jubiläum, um die "Gesichter des Ehrenamts 2017" auf der Bühne vorzustellen. Als Überraschungsgast trat der Kammerchor "vox animata" unter der Leitung von Robert Göstl auf.

Eine wichtige Erkenntnis: Sehr schön sitzt es sich im Stadtgraben, zumal an einem warmen Tag. Ein Biergarten im Stadtgraben? Eine wirklich umsetzungswürdige Idee.

 
 

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Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50
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