BEZIRKSLIGA WEST TSV Rottweil – Croatia Freudenstadt 74:64 (21.16, 17:17, 21:20, 15:11). (hor). Im letzten Spiel der Hinrunde feierten die Werwölfe im Topspiel den sechsten Sieg und führen die Tabelle mit 12 Punkten vor dem TV Derendingen III (9) an. In der gut besuchten Doppelsporthalle lief in der "Starting Five" unter anderem Marius Fuchs auf, der von Trainer Franz Hellbach den Spezialauftrag erhielt, die Kreise des Freudenstadter Spielgestalters und Topscorers Kristian Milavic einzuschränken.

"Dies gelang auch das ganze Spiel über meist in hervorragender Weise", lobte ihn der Coach. "Milavic konnte kaum wie gewohnt seine Mitspieler in Szene setzen." Dieser Druck führte auch dazu, dass der sonst gewohnte sichere Freiwerfer Milavic diesmal nur auf mäßige 50-Prozent-Freiwurfquote kam.

Einen starken Tag erwischte TSV-Center Andy Schmötzer mit 27 Punkten. Die Hausherren verteidigten sehr aggressiv und trafen auch auffällig gut aus der Distanz (neun Dreier). Doch die Croatia zeigten sich nur kurz beeindruckt und blieb den Werwölfen auf den Fersen (14:11/6. und 18:16/8.). Somit nahmen die durch einen Dreipunktewurf von Niko Raplejnovic nur einen knappen Vorsprung in die erste Viertelpause – 21:16.

Mit einem knappen 38:35 wurden die Seiten gewechselt. Die Werwölfe kamen besser aus der Pause und konnten im dritten Durchgang durch vier Punkte von Schmötzer den Vorsprung auf +7 ausbauen. Ein 11:2-Lauf der Gäste führte aber in der 27. Minute zur erstmaligen Führung für den Tabellendritten. Die Partie drohte zu kippen.

In nur zwei Minuten bekamen die Freudenstädter allein zehn Freiwürfe zugesprochen. Angeführt von Benny Schmid, der jetzt aufdrehte und acht seiner elf Punkte erzielte, konnten die Rottweiler mit einer 59:53-Führung ins letzte Viertel gehen.

Schmid mit einem Dreier und Schmötzer mit vier Punkten setzten die Akzente zum 66:57(34.). Die Kurstädter gaben sich jedoch nicht geschlagen und schafften es, ihren Rückstand im einstelligen Bereich zu halten. Tobias Lux, der zu einem wichtigen Dreier traf (35.), dann folgten weitere fünf Punkte wieder von Schmötzer zur Entscheidung 180 Sekunden vor der Schlusssirene (74:60).

Franz Hellbach, Coach der Werwölfe: "Es war ein tolles Spiel mit hoher Intensität. Beide Mannschaften haben einander viel abverlangt. Insgesamt eine hervorragende Teamleistung." TSV Rottweil: Greg Argiru (4), Marius Fuchs (8), Max Fuchs (10), Georg Klein (1), Tobias Lux (5), Gero Neher (5), Niko Rapljenovic (3), Jens Roth, Benjamin Schmid (11), Andreas Schmötzer (27), Timo Schön, Alexander Weinholz.