Rottweil Die Formen der Natur inspirieren ihn

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Christian Gogollok stellt seine Arbeiten ab Samstag in der Villa Moker aus. Foto: Siegmeier Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Stefanie Siegmeier

Die Kunst faszinierte ihn schon von klein auf. "Bereits als Kind habe ich gerne modelliert", erinnert sich der Künstler Christian Gogollok an die Anfänge. Heute fertigt er seine Skulpturen überwiegend aus Holz oder gegossenem Zement.

Rottweil/Dietingen. Ab Samstag, 5. März, sind seine Arbeiten in der Villa Moker in Rottweil zu sehen. Die dominierende Farbe ist schwarz. Die Formen sind weich, geschwungen. "Wie sie in der Natur vorkommen", erklärt Gogollok. Vom Wasser geschliffene Scherben oder Steine faszinieren und inspirieren ihn. "Wenn ich etwas Interessantes sehe, male ich es immer gleich auf", verrät er. In seinem Atelier in Dietingen setzt er seine Ideen dann um. Er arbeitet hauptsächlich mit Eschen-, Buchen- und Eichenholz. "Am besten kann ich arbeiten, wenn das Holz nass ist", erzählt er. Getrocknet wird das Material erst kurz vor dem Feinschliff. "Wenn man es so macht, läuft man nicht so sehr Gefahr, dass es reißt", erklärt er. Doch bevor er sich an die großen Holzblöcke wagt, fertigt Gogollok von allen Skulpturen Miniaturmodelle aus Ton an. Erst dann kommt die Kettensäge zum Einsatz, was man den meisten seiner Arbeiten gar nicht ansieht.

Fein geschliffen, beinahe schon poliert, kommen sie daher. Die schwarze Farbe sorgt dafür, dass sie eine samtene Oberfläche erhalten und man die Maserung und die Struktur des Holzes dennoch erkennen kann. "Die Leute mögen warmes Material, deswegen arbeite ich überwiegend mit Holz", so der Künstler. Die neueren Arbeiten lassen den Feinschliff vermissen. Gogollok arbeitet mit Strukturen, hinterlässt bewusst Arbeitsspuren an den Skulpturen, die abstrakt, aber auch figurativ daher kommen.

Christian Gogollok ist in Schlesien aufgewachsen. Dort habe er keine Möglichkeit gehabt, mit moderner Kunst in Kontakt zu kommen. "Als ich dann 1981 nach Deutschland kam, habe ich mich sehr dafür interessiert. Die Möglichkeiten sind hier schier unbegrenzt", erinnert er sich. Anfang der 1990er-Jahre hat er dann seine Arbeit als Künstler aufgenommen. Seither widmet der gelernte KFZ-Mechaniker den größten Teil seiner Freizeit der Kunst. "Ich arbeite sehr gerne mit vielfältigen Materialien. In meinen Werken befindet sich so ziemlich alles, was sich bearbeiten lässt", erzählt er. Erste Arbeiten entstanden aus Holz, Ton und Gips, später auch aus Bronze, Stahl, Stein und Zement.

Zudem hat sich Christian Gogollok an einer Vielzahl von Ausstellungen beteiligt, unter anderem an der Stuttgarter Freizeitkunst-Ausstellung, mehrfach an den Kunstausstellungen anlässlich der Göllsdorfer Saukirbe und Ausstellungen des Kunstvereins VS. Alljährlich ist er mit seinen Arbeiten auch bei der Adventsausstellung des Dietinger Kunsttreffs vertreten. Die Vernissage in der Villa Moker, Heerstraße 53, in Rottweil, beginnt am kommenden Samstag, 5. März, um 15 Uhr. Birgit Krautheimer wird in die Ausstellung einführen. Die Arbeiten sind bis zum 13. März zu sehen.

Weitere Informationen: Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 18 bis 21 Uhr, Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr

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