Rottweil Die Bezirksligen spielen mit weniger Teams
Schwarzwälder-Bote, 03.07.2012 18:01 Uhr
Der SV Sulgen verzichtete auf den Landesligaaufstieg und spielt künftig gegen Aufsteiger SV Tuningen in der Regionenliga 6 um Punkte. Foto: RohdeFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Holger RohdeFür die Frauenmannschaften aus den Bezirken Schwarzwald und Zollern gibt es für die Saison 2012/13 in puncto Ligeneinteilung in der untersten Spielklasse Veränderungen – die Bezirksligen werden kleiner, spielen mit weniger Mannschaften und wurden geographisch neu eingeteilt.
Die Einteilung in Stuttgart ergab, dass die beiden Bezirke Schwarzwald und Zollern zukünftig wieder mit einigen Vereinen aus dem Bezirk Nördlicher Schwarzwald zusammenspielen werden. Dies hat geographische Gründe.
In der neuen Saison wird es im Zollern-Alb-Kreis ein neues Team geben: Der SV Dotternhausen nimmt nach jahrerlanger Nachwuchsarbeit am Aktivenspielbetrieb teil und bildet zum Auftakt eine Spielgenmeinschaft mit der SpVgg. Leidringen. Die Leidringerinnen hatten schon in den letzten drei Jahren jeweils Spielgenmeinschaften mit Geislingen und Isingen. Im Schwarzwald gab es keine Neuanmeldungen von Vereinen, die erstmals eine Frauenmannschaft in den Punktspielbetrieb schicken wollen.
Die Anzahl der Mannschaften in beiden Bezirken – die in drei verschiedenen Ligen spielen – hat sich somit quantitativ nicht erhöht und blieb insgesamt bei 23 Mannschaften aus 20 Vereinen. Die beiden Landesligisten TSV Geislingen (Zollern) und SV Bärenthal (Schwarzwald) haben jeweils eine Reserveelf. Das sportlich erfolgreichste Team 2012 war der Landesliga-Vizemeister TSV Frommern-Dürrwangen. Der Schwarzwald hat in der Landesliga Staffel 2 (1), Regionenliga Staffel 6 (4) und den Bezirksligen 12 und 13 (9) insgesamt 14 Mannschaften, im Zollern-Bezirk sind es 9 Teams (2/2/5).
Etwas verblüfft hat nun allerdings die Splittung der Bezirksligavereine in die neuen Staffeln 12 und 13: Dort spielen in der Stafel 12 Aichhalden und Beffendorf nicht etwa Lokalderbys gegen Schramberg oder Hardt, sondern müssen weitere Fahrten nach Hechingen oder in den Raum Freudenstadt in Kauf nehmen. Während in der Staffel 13 die beiden Zollern-Teams aus Winterlingen und Albstadt-Ebingen rund 40 bis 50 Kilometer (eine Strecke) nach Schramberg, Hardt oder Locherhof zurücklegen müssen. Dass die Vereine von dieser Konstellation nicht begeistert sein werden, versteht sich fast von selbst, da vor allem im Raum Schramberg in den letzten Jahren im Umkreis von zehn bis 15 Kilometern gleich sechs Klubs für kurze Anfahrstwege und spannende Nahcbarschaftsduelle gesorgt haben. In der eine Etage höheren Regionenliga hat der Meister Sulgen auf den Landesliga-Aufstieg verzichtet, so dass Vizemeister Wittershausen sein Aufstiegsrecht zog und somit binnen zwei Spielrunden zweimal hintereinander aufgestiegen ist.



