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Von Stephan Schneider Schiltach. "In unserem Landkreis gibt es so viele sehenswerte Dinge und noch mehr zu erleben", schwärmte die beim Landratsamt für den Tourismus zuständige Irmgard Schumacher beim zweiten Tourismustag in der Hansgrohe-Aquademie in Schiltach.
An 25 Ständen präsentierten sich die Touristinformationen der Städte und Gemeinden aus dem Landkreis, Tourismusverbände, private Freizeitdienstleister und Gastronomiebetriebe zunächst dem Fachpublikum. Am Nachmittag erkundeten dann zahlreiche Besucher die Stände und informierten sich über Sehenswürdigkeiten, Rad- und Wanderwege, Hotels, Restaurants und Cafés.
Unzählige Flyer und Broschüren wurden verteilt, und die Gastronomen verwöhnten die Besucher mit kleinen Kostproben ihrer Koch- und Backkunst. Auch durften die mit Elektromotoren ausgestatteten Movelo-Fahrräder ausprobiert werden, die neuerdings im "Fahrradparadies Alb und Schwarzwald" ausgeliehen werden können. Der Gastgeber Hansgrohe bot Führungen durch die Bäder-Welt der Aquademie. Doch nicht nur für die Besucher war der Tourismustag eine tolle Gelegenheit, es herrschte auch reger Austausch unter den Ausstellern. "Ziel heute ist es auch, dass sich die Vertreter der Branche untereinander vernetzen und Kooperationen eingehen. So können die Touristen gezielter über die vielfältigen Freizeit-Angebote im Landkreis informiert werden und wir können die Gäste in der Region halten", machte Irmgard Schumacher deutlich. In dieselbe Kerbe schlug Landrat Wolf-Rüdiger Michel, der den Tourismustag am Morgen eröffnet hatte: "Das Potenzial im Landkreis ist groß, aber wir müssen zusammenarbeiten. Nur so können wir mehr Besucher in den Landkreis Rottweil locken und die Übernachtungszahlen steigern." Der Kreis wolle dabei aber niemanden bevormunden: "Der Großteil der Arbeit liegt bei den Städten, Gemeinden und Tourismusverbänden. Unsere Aufgabe ist es, alle Bemühungen zu koordinieren, um gemeinsam etwas zu erreichen."
Schiltachs Bürgermeister Thomas Haas machte deutlich, wie wichtig der Tourismus inzwischen für die Städte und Gemeinden sei. "Wir haben in Schiltach derzeit etwa 20 000 Übernachtungen jährlich. Ein Großteil der Reisenden sind Tagestouristen aus den Nachbarländern und Italien. Die Tagestouristen sorgen nicht nur für eine bessere Auslastung unserer Hotels und Pensionen, sondern sind auch wichtig für den Einzelhandel." Als der Landkreis vor einigen Jahren begonnen habe, sich dem Thema Tourismus zu widmen, sei er wegen der heterogenen Landschaften im Landkreis zunächst skeptisch gewesen, gab er zu. Inzwischen sehe er dies anders: "Tage wie heute sind eine wichtige Plattform, um sich zu vernetzen und besser kennenzulernen".
Nach den Grußworten gab es für Vertreter der Städte, Gemeinden und der Tourismusbranche zwei spannende Vorträge rund um das Thema Qualität. Thomas Schwenk von der Dehoga-Akademie stellte ein speziell auf den Bereich Tourismus und Freizeit ausgelegtes Zertifizierungsprogramm zur Optimierung von Serviceketten vor. Otto Fehrenbacher vom Hotel-Restaurant "Adler" in Lahr verdeutlichte die Bedeutung von Qualität als Erfolgsfaktor am Beispiel des eigenen Betriebs.
Denkanstöße: Diplom-Meteorologe Sven Plöger referiert im Kraftwerk zum Thema Klimawandel.