
Von Klaus Spathelf
Mit seinen Ergebnissen bei den paralympischen Europameisterschaften in Berlin ist Christoph Burkard zufrieden. Grund dafür ist die Silbermedaille über 100 Meter Brust, die er gleich am ersten Wettkampftag geholt hat.
Nach dem erfolgreich abgeschossenen Saisonhöhepunkt werden die Schwerpunkte jetzt ein wenig verschoben. Studium statt Schwimmen heißt es jetzt in den nächsten Wochen. "Drei Prüfungen stehen in der nächsten Woche an, hinzu kommt, dass ich mich so langsam um meine Examensarbeit kümmern muss. Doch ganz auf das Schwimmen kann ich natürlich nicht verzichten. Demnächst ist in Lindau ein Wettbewerb über 2,5 Kilometer von der Insel Aichwald nach Lindau. Das habe ich mir mal vorgenommen."
Die nächsten größeren Wettbewerbe sind erst im Herbst. Da geht es zu den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften. Kurz vor Weihnachten geht es mit der Behinderten-Nationalmannschaft nach Holland, bei dem Behinderte gegen Nichtbehinderte antreten werden.
Abschluss der Europameisterschaften bildete der Freiwasser-Wettkampf über fünf Kilometer. Mit der Zeit von 1:09:57,3 Stunden ist der Horgener zufrieden, wenn gleich er anmerkt, dass "eine reelle Siegchance für mich von Beginn an nicht bestand, da ich mit den Teilnehmern der Schadensklasse S10 zusammen gewertet werde. Je höher die Zahl, desto geringer die Behinderung. So ist der Rückstand von vier Minuten auf die Siegerzeit zu erklären." Mit Platz vier über 400 Freistil ist Burkard ebenso zufrieden wie über den achten Rang über 100 Meter Freistil In der 4x100 Meter Lagenstaffel wurde er Sechster, wobei alle Teilnehmer eine hervorragende Staffelleistung abgeliefert haben, Burkard über 100 Meter Brust, Lukas Ludwig in der Rückendisziplin, Martin Schulz im Delphin und Thorben Schmidke im Freistil. Die Vorlaufzeit von 4:49 Minuten konnte im Finale um acht Sekunden verbessert werden.