Von Reiner Neff TSV Ofterdingen – VfB Bösingen (Sonntag, 15 Uhr, Vorrunde 1:3). Eine enorm hohe Hürde wartet auf den VfB Bösingen mit dem Gastspiel in Ofterdingen. Auch wenn die Mannschaft von Trainer Richard Maier als Tabellenzweiter der Landesliga in die Partie geht, sind die Gäste nicht unbedingt in der Favoritenrolle zu sehen, denn der TSV befindet sich derzeit in einem wahren Höhenflug.

Rangierten die Gastgeber am 13. Spieltag noch auf einem Abstiegsplatz, haben sie sich inzwischen mit der Ausbeute von 13 Zählern in der Rückrunde auf den 7. Rang vorgearbeitet. Besonders auffällig dabei ist, dass die Abwehr des TSV inzwischen deutlich gefestigter auftritt als in der Vorrunde. Hindergrund ist, dass sich der Aufsteiger aus dem Bezirk Reutlingen personell verstärkt hat.

So konnte mit Marlon Ferreira, der auch beim Oberligist TSG Balingen im Gespräch war, und Salvatore Cerabona, zwei hochkarätige Akteure verpflichtet werden. Dazu sind die lange verletzungsbedingt fehlenden Irakli Burchuladze und Nils Schaller wieder fit.

Das Prunkstück beim VfB Bösingen ist ebenfalls die Defensive, die mit 20 Gegentoren bislang die wenigsten Gegentreffer der Landesliga hinnehmen musste. Doch was VfB-Trainer Maier derzeit etwas Kopfzerbrechen bereitet, ist die mangelnde Chancenverwertung. Trotz einer Vielzahl von Möglichkeiten, haben derzeit Daniel Steinwandel, Tobias Müller oder Manuel Bantle ihr Visier nicht optimal justiert.

Coach Richard Maier, der momentan mit den spielerischen Qualitäten seines Teams nicht zufrieden ist, kündigte personelle Veränderungen für den Auftritt am Sonntag an, ließ aber offen, wie die aussehen werden. Auch wenn man beim VfB Bösingen im Kampf um die Meisterschaft keinem Zwang unterworfen ist, macht die Maßnahme von Trainer Richard Maier dennoch deutlich, dass man nicht gewillt ist, sich aus der Spitzengruppe zu verabschieden.