Rottweil Athletenvereinigung lebt: 100 Besucher
Schwarzwälder-Bote, 06.05.2012 21:02 UhrVon Lothar HerzogDie Athletenvereinigung ehemaliger Ringer der Region Schwarzwald-Alb-Bodensee lebt. Knapp 100 Besucher waren zum 52. Jahrestreffen nach Dürbheim gekommen, das die Ringerabteilung des SV Dürbheim erstmals ausrichtete. Noch vor einem Jahr, als ausgerechnet zum 50-jährigen Bestehen in Hornberg kaum 70 Teilnehmer erschienen waren, hatte sich Vorsitzender Edgar King (Sulgen) gewisse Sorgen um das Weiterbestehen der Vereinigung gemacht.
King konnte neben dem Ehrenvorsitzenden Hubert Blümling (Wurmlingen) und den beiden Bezirksvorsitzenden Birgit Hepting (Trossingen) und Bernd Imhof (Triberg) erstmals auch den früheren Präsidenten des Deutschen Ringerbundes, Helmuth Pauli (Tuttlingen), im Kreise der ehemaligen Sportkameraden, Kampfrichter und Funktionäre mit ihren Frauen und Lebenspartnern willkommen heißen.
Pauli habe auch schon früher Einladungen bekommen, aber wohl keine Zeit gehabt, mutmaßte King augenzwinkernd und freute sich bei einem Blick in die Tischreihen, dass auch einige neue und vor allem jüngere Kameraden zum geselligen Nachmittag gekommen waren.
Großen Anteil an der guten Resonanz hatten insbesondere der AB Aichhalden und der KSV Tennenbronn, die den weiten Weg zum Fuße des großen Heubergs nicht gescheut hatten und mit jeweils rund 20 Personen angereist waren.
Bürgermeister Alfred Pradel stellte in seinem Grußwort die Gemeinde kurz vor und betonte, die Vereine würden mit ihrer Nachwuchsarbeit für die Kommune einen wertvollen und unbezahlbaren Beitrag leisten und seien somit ein unverzichtbarer Partner im Gemeindeleben. Da Dürbheim neben Nendingen in der Region eine Ringerhochburg sei, dürfe es bis zur nächsten Ausrichtung eines Jahrestreffens nicht noch einmal 51 Jahre dauern, versicherte der Bürgermeister.
Sehenswerte Tänze boten die beiden Tanzgruppen des SV Dürbheim, "Just Dance". Die Mädels ließen im Takte der Musik nicht nur ihre Hüften und Arme schwingen, sondern wussten auch mit akrobatischen Pyramiden in schwindelnder Höhe zu gefallen. Einmal mehr glänzte das Hornberger Urgestein Hans Hassis, mit 89 Jahren inzwischen ältestes Mitglied der Vereinigung, mit einem Solo-Beitrag. Für sein im alemannischen Dialekt gereimtes Gedicht zum Thema "Kinderzeit einst und jetzt" erhielt er reichlich Applaus und dürfte manchen Zuhörer zum Nachdenken angeregt haben.
Musikalisch sorgte das Dürbheimer "Gesangsduo A" mit Gitarrenklängen und volkstümlichen Liedern für heimelige und gesellige Atmosphäre in der Dürbheimer Sporthalle. Zwischendurch stellten sich alle Teilnehmer ab dem 75. Lebensjahr zum historischen Erinnerungsfoto auf. Bevor die große Ringerfamilie den Heimweg antrat, konnte Vorsitzender King mit dem ASV Nendingen den Ausrichter des 53. Treffens verkünden. Die Donauringer werden damit nach 2005, 1990, 1979 und 1968 bereits zum 5. Mal Gastgeber sein.


