Rottweil An der Hallengröße scheiden sich noch die Geister

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Von Anja Schmidt

Rottweil-Göllsdorf. Göllsdorf braucht eine neue Halle. Keine große, keine kleine, sondern eine, die zweckdienlich ist. Nicht nur für den Ortsteil, sondern für ganz Rottweil. Dafür setzen sich der Förderverein Mehrzweckhalle Göllsdorf und der Ortschaftsrat ein. Alle Gemeinderatsfraktionen sind angesprochen – diese Woche kam das Forum für Rottweil (FFR). Die von der Stadt favorisierte und mit 2,6 Millionen Euro veranschlagte kleine Version, die der Größe der alten Halle entspräche, könne die Bedürfnisse des Ortes, aber auch die der Stadt nicht erfüllen. Bliebe es bei diesen Größenverhältnissen, müssten einige weiterhin in andere Hallen ausweichen und die Sportvereine könnten nicht unter Wettbewerbsbedingungen trainieren. Damit sei weder den Göllsdorfern gedient, noch den Rottweilern, die nach Ansicht des Fördervereins und der Ortschaftsräte gleichermaßen unter der Hallennot litten.

Die Stadtverwaltung dementiert diese Not (wir berichteten). Gleichwohl zeigte sich Eva Christina Schumacher, bei der Stadt für den Sport zuständig, wie auch Manfred Trescher vom Stadtverband und Jürgen Schneider, Vorsitzender des Turn- und Sportvereins Göllsdorf, bereit, den Bedarf unter den Vereinen zu ermitteln. Doch inzwischen "wurde Schumacher zurückgepfiffen", vermuten die Göllsdorfer. Zumindest sei die Fachbereichsleiterin von dem Projekt zurückgetreten. Diesem Eindruck tritt die Stadtverwaltung entgegen. Die Bedarfsermittlung werde von Schumacher begrüßt. In Absprache mit dem Stadtverband für Sport sei sie jedoch so verblieben, dass der Verband diese Erhebung zunächst selbst bei seinen Mitgliedern durchführt und dann das Ergebnis gemeinsam mit der Verwaltung erörtert. Stadtverband und TSV jedenfalls wollen noch vor den Sommerferien das Ergebnis vorlegen.

Die Göllsdorfer jedenfalls scheinen sich sicher, dass die Rottweiler Vereine eine weitere wettbewerbstaugliche Halle begrüßen würden. Viele Vereine hätten Bedarf, würden ihn aber nicht anmelden, weil die Stadt ihn nicht erfüllen könne. Dabei wäre es wünschenswert, dass die Arbeit der Vereine mehr Anerkennung finden würde. Auch kritisierten die Räte den Druck, dem sie ausgesetzt seien. Ausgehend von Bürgermeister Werner Guhl, vorwiegend für Finanzen zuständig, nicht müde werde, zu betonen, dass nur eine kleine Halle oder eine Sanierung in Frage kämen. Die Mitglieder des FFR indes bestärkten die Göllsdorfer in ihrer Bedarfserhebung, gaben allerdings auch den Rat, die Bürger einzubinden, denn vereinzelt habe es schon kritische Stimmen zu einer größeren Halle gegeben.

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