394 Schwimmerinnen und Schwimmer nahmen am ersten 24-Stunden-Schwimmen des TSV Rottweil anlässlich seines 150. Vereinsjubiläums teil und schwammen insgesamt 2352 km.

Das Organisationsteam um Guido Slongo und Hans-Peter Dziuba sowie all die vielen Helfer freuten sich über den großen Zulauf und die durchweg positive Resonanz.

Fotostrecke3 Fotos

Nach Wochen der intensiven Vorbereitung durch das Organisationsteam der Schwimmabteilung des TSV Rottweil mit Unterstützung der Mitarbeiter/Innen des Aquasols wurde dieses erste 24-Stunden-Schwimmen ein voller Erfolg für alle Beteiligten. So kam es, dass das Schwimmbecken des Aquasols von Beginn an am vergangenen Samstag um 12 Uhr bis in die frühen Morgenstunden des Sonntag auf allen fünf Bahnen sehr gut frequentiert war. Der Sieger der Nachtwertung (0.00 – 5 Uhr) schwamm in diesen fünf Stunden ganze 18 km. Auch zwischen 3 Uhr und 8 Uhr waren die Bahnen noch gut belegt. In den letzten vier Stunden tummelten sich dann wieder viele Schwimmer/Innen auf den Bahnen und halfen mit, das gesteckte Ziel von 1500 km zu erreichen, beziehungsweise dieses bei weitem zu übertreffen.

Dies führte auch dazu, dass nicht nur viele Schwimmerinnen und Schwimmer im Aquasol auf Liegen oder Isomatten übernachteten, sondern auch, dass einige von den ca. 50 Helfern über 24 Stunden im Aquasol verbrachten und sich nur wenige Stunden Schlaf in einer ruhigen Ecke gönnten. Dabei wechselten sie sich zwischen Bahnen schwimmen und Bahnen zählen ab. Alle waren sich einig, dieses großartige Erlebnis war es wert, leicht übernächtigt am Sonntag Nachmittag nach Hause zu gehen. Alles lief mit einer angenehmen Ruhe und viel Freude bei allen Anwesenden ab und dies obwohl keiner der Organisatoren und Helfer zuvor ein 24-Stunden-Schwimmen veranstaltet hatte.

Die Bilanz dieses ersten 24-Stunden-Schwimmen im Rottweiler Aquasol beeindruckt auch durch seine Zahlen: 2352 km wurden von 394 Schwimmer/-innen geschwommen, von jung bis alt, von Einzelpersonen über Familien, Gruppen, Firmen, Schulen bis hin zu 13 Vereinen. Zwischen 4 und 74 Jahren war fast alles dabei. Pro Person ergibt dies eine durchschnittliche Schwimmstrecke von ca. 6 km. Viele schwammen mehr Meter bzw. Kilometer als sie sich vorgenommen bzw. zugetraut hatten.

Auf die häufig gestellte Frage, ob es wieder ein 24-Stunden-Schwimmen geben wird, gibt es eine klare Antwort: Dies war das erste Mal, aber nicht das letzte Mal. Die Frage nach dem "wann" bleibt noch eine Weile offen, zumindest bis das Organisationsteam (G. Slongo, H.-P. Dziuba, S. Ackermann, S. Roth, M. Dziuba, H. Mager und C. Steilner) wieder im normalen Alltag angekommen ist.

"Ohne die Unterstützung der Helfer und Sponsoren wäre diese Veranstaltung nicht möglich gewesen", bedankt sich Götz-Uwe Feuchter für den TSV Rottweil. Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde mit ihrer geschwommenen Strecke. Wer die Siegerehrung verpasst hat oder noch keine Urkunde bekommen hat, kann diese im Aquasol (beim Schwimmmeister) abholen.

Die meisten Kilometer erschwamm Niklas Kappler mit 42,2 km vor Lukas Bieger mit 37 km und Joshua Bez mit 33,3 km. Bei den Frauen legte Aline Hummer mit 27 km vor Janneke Egle (22 km) und Lisa Roth (20,2 km) die längste Schwimmstrecke in diesen 24 Stunden zurück. Die jüngste Teilnehmerin Jasmin Niebel (Jahrgang 2007) schwamm ganze 150 Meter und der jüngste Teilnehmer Nicolas Fischinger (2005) sogar schon 3 km in mehreren Etappen.

In der Familienwertung war Familie Schneider aus Dietingen mit 97,5 km vor Familie Roth aus Rottweil (52,9 km) und Familie Jäger mit 35,2 km nicht zu schlagen. In der Gruppenwertung siegte das Team "Holla die Waldfee" (sechs wilde Jungs) mit 200 km vor den "Frühschwimmern" (aus dem Rottweiler Freibad mit 41,8 km) und dem Team aus der Zundelbergstraße Rottweil (31,3 km). Bei den Schulen hatte überraschend das DHG Rottweil mit 50,3 km vor dem AMG Rottweil (44,1 km) und dem LG Rottweil (6 km) die Nase vorn. In der Firmenwertung setzte sich die Firma Hans Huonker (41,8 km) vor den schwimmenden Mitarbeitern des Aquasols (37,3 km) durch.

In der Vereinswertung war der gastgebende Verein TSV Rottweil dank seinen vielen Helfern und Schwimmern zugleich mit 781,5 km vor der SK Sparta Konstanz (334,3 km), dem TSV Bad Saulgau (200 km), dem SC Keuzlingen (146 km) und weiteren 8 Vereinen aus der Region eindeutig im Heimvorteil.