Rottenburg-Ergenzingen (era). Den einhundertsten Blutspendetermin durfte der DRK-Ortsverein Ergenzingen am Donnerstag verbuchen. Gleich 163 Bürger aus der Region wollten sich den kostbaren Lebenssaft abzapfen lassen.

Spenden durften dann schlussendlich 152 Menschen. Das sei immer noch eine stolze Zahl, so der Referent des Blutspendedienstes Baden-Württemberg, Markus Kohlbecher, der auch noch auf neun Menschen verwies, die sich im Hinblick auf Knochenmarkspenden typisieren ließen. Das passe aber ins Bild des DRK-Ortsvereins, so Kohlbecher, der den Ergenzinger Blutspendetermin als einen der größten im Landkreis Tübingen bezeichnete.

Zu den Gratulanten an diesem Tag gehörte auch Ergenzingens Ortsvorsteher Hans Beser, der daran erinnerte, dass in Ergenzingen seit dem 9. Januar 1959 insgesamt 18 002 Blutspenden abgenommen worden seien. Lediglich zwischen 1963 und 1972 habe man von Blutspendeterminen Abstand genommen, da es im Ort mehrere Fälle von Gelbsucht gegeben habe.

Beser verwies auch auf die seit 2003 stattfindenden Typisierungsaktionen für Knochenmarkspenden und bedankte sich im gleichen Atemzug bei der Schirmherrin dieser Aktion, Ursula Eisele. Der Ergenzinger Ortsvorsteher hatte anlässlich seines 60. Geburtstages auf Geschenke verzichtet und seine Gäste gebeten, diese Aktion zu unterstützen. Einen Teil davon, nämlich 500 Euro übergab er am Mittwochabend Ursula Eisele. Das Geld wird bei weiteren Typisierungen Verwendung finden.

Dank zollte das Ortsoberhaupt insbesondere dem Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins Gunther Schäfer und seinem Helferteam. Allesamt stünden sie ehrenamtlich im Dienste der Gesundheit den Bürgern zur Verfügung.

Ursula Eisele, selbst geprägt durch eigene Betroffenheit und Schirmherrin der Typisierungsaktionen für die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) gab der Hoffnung Ausdruck, dass diese Aktion noch lange anhalte und rief abschließend die Bürger dazu auf, sich typisieren zu lassen.