
Von Angela Baum Rottenburg. Blau, Grün und zarte Pastellschattierungen: Die Bilderwelt der städtischen Mitarbeiterin Christine Stauß ist farbenfroh. In Blau- und Grüntönen malte sie einen weiblichen Akt, und auch Abstraktes ist der Hobbykünstlerin bestens gelungen. Ihre und die Arbeiten weiterer neun städtischer Mitarbeiter sind derzeit im Rathausfoyer zu sehen.
Alexander Braun etwa arbeitete mit Acrylfarben und einem Spachtel und fertigte so zwei wunderschöne hochformatige Gemälde in Orangetönen. Volkmar Schnaidt bearbeitete Fotos mit einem Bildbearbeitungsprogramm und verfremdete die Motive, die er in Rottenburg fand. So entstand etwa das Foto vom Geländer am Dom.
Mediterrane Motive suchte sich Heidrun Maile aus, und der ehemalige Baubürgermeister Holger Keppel steuerte zur Ausstellung einen Schutzengel bei. Christine Stauß arbeitete ihre Wut in einem ihrer Bilder ab und Joachim Gölz stellte sich an einem Tag mit Staffelei und Pastellfarben in die Synagoge Baisingen. Dort malte er Bilder von deportierten Juden aus Baisingen, um an deren Leben zu erinnern. Marina Kloiber-Jung fertigte Textilkunst an, so bemalte sie T-Shirts und Kleider und bedruckte sie.
OB Stephan Neher eröffnete die Ausstellung und betonte, dass im Rathaus erstmals Bilder städtischer Mitarbeiter ausgestellt werden. Versteckte Bilder von zehn Künstlern seien zum Vorschein gekommen, dies sind Alexander Braun, Anke Kneer, Maria Heberle, Heidrun Maile, Marina Kloiber-Jung, Petra Edelmann, Holger Keppel, Christine Stauß, Joachim Gölz und Volkmar Schnaidt.
Weitere Informationen: Zu sehen ist die Ausstellung "Wir können mehr als nur verwalten" bis zum 10. Februar zu den Öffnungszeiten