
Rottenburg. Oberstufenschüler des Eugen-Bolz-Gymnasiums haben auf Einladung von Regierungspräsident Hermann Strampfer ihr Projekt "Historischer Verlauf des Neckars" im Regierungspräsidium Tübingen vorgestellt.
Zwei Schulklassen der Oberstufe am Eugen-Bolz-Gymnasium haben sich im letzten Jahr mit großem Engagement mit dem historischen Verlauf des Neckars zwischen Tübingen und Rottenburg befasst. Auf Initiative ihres Geografielehrers haben sie zu Fuß und auf Fahrrädern dem alten Verlauf des Neckars nachgespürt und diesen in aktuelle Karten und Luftbilder eingezeichnet.
Nun stellten die Schüler ihre Projektarbeit und ihre beachtenswerten Erkenntnisse im voll besetzten Sitzungssaal des Regierungspräsidiums vor. Regierungspräsident Hermann Strampfer: "Der Ansatz, nicht bei der theoretischen Abhandlung des Themas ›Umgestaltung von Flusslandschaften‹ stehen zu bleiben, sondern das praktische Beispiel des Neckars – sozusagen vor unserer Haustüre – zu untersuchen, hat uns sofort begeistert."
Gerade bei der Vorstellung der nachteiligen Auswirkungen von Gewässerbegradigungen wurde deutlich, welch engen Bezug das Thema zu den Arbeitsfeldern des Regierungspräsidiums hat. Die Befassung mit negativen Folgen wie steigende Hochwassergefahren oder der Verlust von Arten sind dort wichtige Aufgaben der täglichen Arbeit. Die Erkenntnisse aus der Projektarbeit sollen sogar bei den weiteren Renaturierungsmaßnahmen am Neckar berücksichtigt werden.
Regierungspräsident Hermann Strampfer wies darauf hin, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit künftig noch mehr in das Zentrum des Handelns gestellt werden müsse. Es sei eminent wichtig, dass künftigen Generationen schon früh ein besonderes Bewusstsein für Natur und Umwelt vermittelt werde. Ein praxisbezogener Unterricht, wie er am Eugen-Bolz-Gymnasium praktiziert wurde, sei hierfür der richtige Weg.
Abschließend sprach der Regierungspräsident den Schülern und ihrem Lehrer Andreas Hachenberg seine Anerkennung für ihr großes Engagement aus.