Rottenburg Schlenker über Börstingen möglich

Schwarzwälder-Bote, 19.07.2012 20:52 Uhr

Von Angela Baum Rottenburg. Lange diskutierte der Gemeinderat den Nahverkehrsplan des Landkreises Tübingen.

Unter anderem soll ein barrierefreier Zugang zum Gleis 2 in Bieringen eingerichtet werden, hier beschloss das Gremium die Weitergabe an das Landratsamt Tübingen. Eingerichtet werden soll auch eine zusätzliche Haltestelle zur Anbindung des Bieringer Neubaugebietes "Taläcker und Rosshimmel", da Siedlungsgebiete in 500 Metern Luftlinienentfernung zur Haltestelle erschlossen werden sollen.

Abgeblockt wurde die Anregung aus dem Bieringer Ortschaftsrat, den Zughaltepunkt Bieringen als Verknüpfungspunkt einzurichten. Hier war die Begründung des Landratsamtes so, dass eine Konkurrenzsituation zum Veknüpfungspunkt Rottenburg entstehen könnte.

Freuen konnte sich das Gremium, dass die Anregung, die Achse Rottenburg-Mössingen in das Grundnetz hochzustufen, akzeptiert wurde. Zwar meinte Stadtrat Elmar Zebisch: "Es will doch eh keine Sau nach Mössingen", doch letztendlich wird nun diese Verbindungsachse weder reduziert noch gekappt.

Eine Einstufung ins Grundnetz bedeutet für die betroffenen Ortschaften, dass es eine tägliche Anbindung an den ÖPNV zwischen 5 und 24 Uhr gibt – in einem mindestens stündlichen Takt.

Eine Anbindung von Bieringen über Ergenzingen nach Bondorf wurde mit einem Schlenker über Börstingen und Sulzau versehen. Dies soll vom Landratsamt geprüft werden.

Zudem wurde eine Hochstufung der Gäubahn ins Grundnetz Verdichtungsraum befürwortet. Dies nicht zuletzt, da die attraktiven Fahrzeiten der Gäubahn mit der Region Stuttgart verbinden.

Auch wurde angeregt, die Gäubahn weiter über Ergenzingen und Herrenberg laufen zu lassen. Diskutiert wurde zwar eine IC/ICE-Verbindung durchs Neckartal von Stuttgart über Rottenburg/Tübingen nach Zürich. Für diese Idee machten sich insbesondere Emanuel Peter (BfH/Linke) und Karl Schneiderhan (CDU) stark. Letzlich musste dies aus Kostengründen verworfen werden. Albert Bodenmiller meinte noch, dass dies eine Chance gewesen wäre, das Neckartal zu elektrifizieren.

 
 
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