Rottenburg Räume für sozial Schwache, Studenten und Flüchtlinge

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Von Angela Baum

Rottenburg. Im Juli starteten die Mitglieder der "Linken" des Gemeinderates eine Anfrage zum preiswerten Wohnungsbau in Rottenburg.

So wollten Emanuel Peter und Christian Hörburger etwa wissen, wie sich der soziale Wohnungsbau seit 2000 entwickelt hat oder was die Stadtverwaltung nach dem Auslaufen der Mietpreisbindung unternahm, um Ersatz für preiswerten Wohnraum zu schaffen. Auch wurde gefragt, wie sich die Stadt die Lösung des Bedarfs nach preiswertem Wohnraum vorstellt oder welche Maßnahmen geplant sind.

OB Stephan Neher beantwortete die Anfragen. So wurden in den Jahren 2000 bis 2010 insgesamt 25 Wohneinheiten mit einem städtischen Sozialrabatt unterstützt.

Allgemein wurde im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus im Jahr 2002 ein zinsverbilligtes Darlehen von 173 072 Euro zur Mitfinanzierung von neun betreuten Mietwohnungen für Senioren in der Schadenweilerstraße gewährt. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 25 Jahren, während dieser Zeit besteht eine Belegungsbindung.

Im Baugebiet Kreuzerfeld-Süd wurden im Zeitraum 2007 bis 2014 in drei Reihenhausquartieren an der Mutter-Teresa-Straße 42 Wohnungseinheiten dahingehend unterstützt, dass der Kaufpreis von 260 auf 200 Euro pro Quadratmeter reduziert wurde. Betroffen war eine Gesamtfläche mit 7590 Quadratmetern. Bei 60 Euro pro Quadratmetern entspricht dies einer Gesamtförderung von 455 400 Euro.

Für die 1998 geschaffenen 30 Sozialwohnungen in der Wittenbergerstraße im Baugebiet "Am Burggraben" bestehen bis Ende 2019 Belegungsrechte für 2140 Quadratmeter. Zudem gibt es Belegungsrechte für Wohnungen in der Sprollstraße bis 2065.

175 Wohnungen mit 15 000 Quadratmetern

Durch den Bebauungsplan "Mischgebiet Dätzweg" werden derzeit die planerischen Voraussetzungen für bezahlbaren Wohnungsraum geschaffen. Hier sollen Studentenwohnungen sowie sozialer Wohnungsbau entstehen. Auf den drei städtischen Quartieren können mindestens 175 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von rund 15 000 Quadratmetern geschaffen werden.

Nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens werden diese Quartiere örtlichen und überregionalen Wohnungsbaugesellschaften zum Kauf angeboten. Mit der Bebauung der Quartiere kann in diesem Jahr begonnen werden.

Den großen Bedarf nach preiswertem Wohnraum will die Stadt unter anderem durch den Bau von 18 Wohnungen mit 90 Plätzen im Hammerwasen sowie mit dem Ankauf oder der Anmietung von Gebäuden lösen.

Zudem soll in diesem Jahr die künftige Baulandentwicklung in der Gesamtstadt vorgestellt werden. Zur Frage nach einem Mietspiegel in Rottenburg sagt die Verwaltung, dass in den 17 Ortschaften unterschiedliche Miethöhen bestehen, je nach Wohnlage. Um neuen Wohnraum zu schaffen, verfügt die Stadt in der Kernstadt über drei Grundstücke mit 6900 Quadratmetern sowie über drei Quartiere mit 16 000 Quadratmetern. In den Ortschaften sind es 49 Grundstücke mit rund 25 300 Quadratmetern.

Bezüglich des Wohnraums für Flüchtlinge führte die Stadt mehrere Gespräche mit der Diözese sowie mit den örtlichen evangelischen und katholischen Kirchengemeinden. Sowohl in der Kernstadt als auch in Ergenzingen sind Flüchtlinge in kirchlichen Räumen untergebracht.

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