
Von Carolin Lenzser
Rottenburg-Ergenzingen. Der insgesamt 140 000 Euro teure neue Rettungswagen ist am vergangenen Freitag in der Ergenzinger Rettungswache eingeweiht worden. Allein das moderne EKG-Gerät hatte 25 000 Euro gekostet.
Lisa Federle, die ärztliche Leiterin im Rettungsdienst im Kreis Tübingen ist, begrüßte die Anwesenden und nach einem Schlenker zu den Ereignissen in Japan berichtete sie, dass die Menschen im Kreis Tübingen die höchste Lebenserwartung in Deutschland haben, "wozu auf jeden Fall auch die gute funktionierende Rettungskette gehört". Diese bestehe aus der Gruppe der Helfer vor Ort und dem qualifizierten Rettungsdienst.
Danach ging sie zum eigentlichen Thema über, dem neuen Fahrzeug. "Der Rettungswagen ist der Einsatzwagen, der gebraucht wird, wenn es um Leben und Tod geht. Er wird oft verwechselt mit dem Krankenwagen, der etwas kleiner ist." Sie freute sich über das neue Fahrzeug und erklärte, dass die Patienten heute im Gegensatz zu früher, nicht nur transportiert sondern auch gleichzeitig behandelt werden.
Rettungsdienstleiter im Kreis Tübingen, Rainer Wizenmann, kam noch kurz auf das alte Fahrzeug zu sprechen. Dieses wird weiterhin als Reservefahrzeug im Dienst bleiben, nachdem es inzwischen mittlerweile 500 000 Kilometer für Rettungseinsätze zurückgelegt hatte. Er erklärte, dass das neue Fahrzeug den neuesten Gesichtspunkten entspricht und viel Geld in die Innenausstattung investiert wurde. Er hob die gute Zusammenarbeit zwischen dem Haupt- und Ehrenamt hervor und dankte den Mitarbeitern.
Anschließend übergab Lisa Federle den Schlüssel an Bernd Maas, den Ergenzinger Rettungswachenleiter, und wünschte ihm alles Gute. Pfarrer Klaus Rennemann erklärte, dass die Kirche und das rote Kreuz viel gemeinsam haben: "Körper und Geist, und Leib und Seele gehören zusammen". Er freue sich über das neue Fahrzeug und die Mitarbeiter, die so viele Menschenleben retten.
Die evangelische Pfarrerin Elke Kaltenbach-Dorfi erzählt, dass der Rettungswagen einen alten, biblischen Vorgänger habe. Als sie dann einen Plüschesel auspackte, herrscht große Heiterkeit bei den Zuhörern. Anschließend segnet sie den neuen Wagen und übergab das Wort an den Rottenburger Oberbürgermeister Stephan Neher. "Wir alle wissen, wie wichtig das Rettungswesen ist", betont er. Auch er dankte den ehrenamtlichen Helfern, die laut Federle 2009 mehr als 6000 Stunden Arbeit geleistet haben, und sprach einige Worte zum neuen Fahrzeug. Er wünschte allen viel Glück für die Zukunft mit dem Rettungswagen, "auch wenn wir alle hoffen, ihn nie brauchen zu werden."