Rottenburg. Die Kriminalpolizei hat am Mittwochmorgen einen 34-jährigen Rottenburger im Zusammenhang mit dem Raubüberfall auf die Gaststätte "Krokodil" unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen hat das zuständige Amtsgericht inzwischen Haftbefehl unteren anderem wegen schwerer räuberischer Erpressung gegen den Tatverdächtigen erlassen und in Vollzug gesetzt. Im Rahmen dieser Ermittlungen konnten dem 34-Jährigen zudem DNA-Spuren zweier Einbrüche in Rottenburg zugeordnet werden.

Wie bereits berichtet, war in der Nacht zum 5. Juli die Gaststätte "Krokodil" in der Siebenlindenstraße Ziel eines bewaffneten Raubüberfalls. Ein maskierter und mit einem Messer bewaffneter Täter hatte kurz vor 1 Uhr die Gaststätte betreten und dort eine 18-jährige Angestellte mit einem etwa 30 Zentimeter langen Küchenmesser bedroht. Er drückte seinem Opfer die Messerklinge an den Hals und forderte die Herausgabe von Bargeld. Ein 32-jähriger Angestellter, der sich zur Tatzeit in der Gaststätte befand, glaubte an einen Scherz und reagierte nicht sogleich auf die Geldforderung. Um seine Forderung zu bekräftigen, fügte der Täter dem Angestellten danach mit dem Messer eine leichte Schnittverletzung zu. Die 18-jährige Geschädigte wurde durch das Messer im Halsbereich ebenfalls verletzt.

Zwei Geldbeutel mit1800 Euro mitgenommen

Angesichts der bedrohlichen Situation händigten die Angestellten dem Räuber schließlich zwei Geldbeutel aus, in denen sich zusammen etwa 1800 Euro befanden.

Anschließend führte der Täter die 18-jährige Angestellte unter Bedrohungen mit dem Messer aus dem Lokal und drohte ihr, sie umzubringen, falls sie die Polizei verständige oder er verfolgt werde. Danach machte sich der Räuber mit einem Fahrrad davon.

Breit angelegte Nachforschungen der Tübinger Kriminalpolizei, gepaart mit Befunden am Tatort, führten die Ermittler auf die Spur des 34-jährigen Verdächtigen, der am Mittwoch um 9 Uhr in Rottenburg festgenommen wurde. Er leistete keinen Widerstand.

Im Zuge der Ermittlungen werden dem Tatverdächtigen noch zwei Einbrüche zur Last gelegt. So soll er in der Nacht zum 16. Mai in einem Lokal in der Bahnhofstraße ein Fenster eingeworfen haben und danach in das Gebäude eingestiegen sein.

Dort soll er die Küche und die Verkaufstheke durchsucht und die Kasse gewaltsam aufgebrochen haben. Aus der Kasse fehlte das komplette Münzgeld in Höhe von etwa 130 Euro. Zurück ließ der Täter einen Sachschaden von rund 1000 Euro.

Darüber hinaus wird dem Beschuldigten ein weiterer Einbruch in der Kemmlerstraße vorgeworfen. Demnach soll er an einem Gebäude den Glaseinsatz der Wohnungseingangstür eingeschlagen und danach die Räumlichkeiten durchsucht haben. Nach den Ermittlungen der Polizei dürfte er eine goldene Taschenuhr, eine Münzsammlung und eine Digitalkamera im Gesamtwert von 850 Euro gestohlen und dabei einen Sachschaden von 2000 Euro verursacht haben. Der Beschuldigte bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe