Rottenburg Kindertagespflege in privaten Räumen

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Die Kinder stehen bei allen im Vordergrund: Von links die beiden Tagesmütter Marina Weihing und Birthe Eberhardt, Ortsvorsteher Hans Beser und Ute Hentschel vom Eltern- und Tageselternverein Tübingen. Foto: Ranft Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Klaus Ranft Rottenburg-Ergenzingen. Fröhliches Kinderlachen hört man in der guten Stube der Familie Weihing in der Gäustraße. Louis macht gerade eine Sonderschicht in Sachen Malen und die viereinhalbjährige Marie lässt sich auf dem Sofa aus einem Buch vorlesen.Es ist ein ganz normaler Familiennachmittag, nur die Kinder, die die gelernte Kinderkrankenschwester Marina Weihing betreut, sind nicht ihre eigenen. Sie ist nämlich eine von fünf Tagesmüttern, die es derzeit in Ergenzingen gibt und sie macht diesen Job, den sie als Berufung sieht, aus Überzeugung.

Eigentlich wollte sie 2003 wieder zurück in ihren Beruf, entschied sich dann aber für den einer Tagesmutter. In den letzten zehn Jahren hat sie überwiegend Säuglinge und Kleinkinder betreut und die enge Verbindung zu den Kindern trägt Früchte. Etliche von ihnen schauen auch später mal bei ihrer früheren Tagesmutter vorbei, einfach so.

Teilnahme am ganznormalen Familienleben

Eine der Mütter, die dieses Angebot des Eltern- und Tageselternvereins Tübingen in Anspruch nimmt, ist Olivia Dimire-Herold, die ihren Sohn Louis und Töchterchen Marie in die Obhut von Marina Weihing gegeben hat.

Sie brachte Beruf und Kindergartenöffnungszeiten nicht in Einklang und sah daher eine Tagesmutter als die beste Lösung für ihre beiden Kinder. Diese nehmen bei den Weihings am ganz normalen Familienleben teil. "Das ist wie zu Hause", resümiert sie und die Flexibilität der Tagesmutter ermöglicht ihr, ihrem Beruf und ihren Verpflichtungen nachzukommen.

Ergenzingens Ortsvorsteher Hans Beser und Verwaltungsstellenleiter Lutz Strobel ist es ein besonderes Anliegen, die Kindertagespflege in das Thema Bildung und Betreuung mit einzubeziehen. Diese sei Teil des Gesamtangebotes der Kinderbetreuung. Die Kindertagespflege finde im Gegensatz zu den herkömmlichen Bildungseinrichtungen eben in privaten Räumen statt.

Wie Ute Hentschel, Sozialpädagogin vom Eltern- und Tageselternverein Tübingen, dazu mitteilte, habe die Kindetagespflege vom Gesetzgeber her die gleichen Ansprüche wie die Tageseinrichtungen. Der Vorteil sei, dass die Tagesmütter eben familiennah und flexibel auf einzelne Eltern eingehen können. In Ergenzingen würden derzeit 18 Kinder von null bis zwölf Jahren von Tagesmüttern betreut. Die Kosten für die Eltern würden denen der Tageseinrichtungen ähneln, so Hentschel. Letztere müssten gestaffelt nach dem Einkommen der Eltern an das Landratsamt entrichtet werden.

Für Eltern, die an der Kindertagespflege interessiert sind, ist der Eltern- und Tageselternverein Tübingen der erste Ansprechpartner. Der als gemeinnützig anerkannte Verein unterhält seit 1993 einen Kooperationsvertrag mit dem Landkreis, der durchs Kreisjugendamt vertreten wird.

Eine Kontaktaufnahme kann über Telefon 07071/6 87 70 11 oder per E-Mail info@tageselternverein.de erfolgen.

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