Von Marly Scharnowski Rottenburg . Pünktlich konnte Abteilungskommandant Bernhard Schick neben zahlreichen Feuerwehrmitgliedern auch OB Stephan Neher, Bürgermeister Volker Derbogen sowie Vertreter aus dem Gemeinderat begrüßen. Polizei, THW und DRK waren ebenfalls vertreten.

In einer gut durchstrukturierten Präsentation zeigte sich, dass im Jahre 2012 viel für die Feuerwehr zu tun war. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die Atemschutzträger mit die Hauptlast bei den Einsätzen tragen. 29 Teilnehmer aus verschiedenen Wehren nahmen an zwei Lehrgängen teil, das entsprach 100 Stunden für die Ausbilder. An der Fortbildung haben 662 Atemschutzgeräteträger teilgenommen, in 40 Fortbildungsabenden wurden 419 Stunden geleistet. Was jetzt noch zusätzlich auf die Helfer zukommt, ist eine Ausbildung am Defibrillator.

Derzeit sind bei der Feuerwehr 83 Aktive und 20 Mitglieder der Altersabteilung vertreten. Bei 138 Einsätzen zeigte sich die Wehr präsent, wobei 84 Mal Technische Hilfe von Nöten war und es sich 29 Mal um Brände handelte. Auch ein Hund, der sich in eine Höhe von 22 Metern gewagt hatte, weil er dort einen Fuchs gewittert hatte, wurde mit der Drehleiter gerettet.

Schriftführer Theo Sattler sprach die Arbeit mit den neuen Internetprogrammen an, dies hat immens viel Zeit für alle Mitarbeiter gekostet. Auch werden neue Lehrgänge beim Rettungskorb angestrebt, vor allem für Korbmaschinisten bedeutet das zusätzlichen Zeitaufwand. Die derzeit eingesetzten Feuerwehrwagen sind für die Innenstadt von Rottenburg zu groß und breit, es wird ein kleineres, wendigeres Fahrzeug gesucht.

Neher sprach seinen Respekt für die Leistungen aus. Roland Kürner, erster Kommandant, schloss sich dem an und wies auf das zurückliegende, arbeitsreiche Jahr hin.

Kreisbrandmeister Karl Hermann war sehr nachdenklich. Ihn beschäftigen die vermehrt auftretenden Fehlalarme, eine einheitliche, neue Landesbauordnung wäre seiner Ansicht nach zudem sinnvoll. Trotzdem ist er mit den Rottenburgern voll zufrieden, die viel Zeit in Ausbildung und Übungen investiert hätten.

Ehrenabzeichen des Landes Baden-Württemberg in Silber wurden an Markus Leber (25 Jahre) verliehen, in Gold an Theo Sattler und Hans-Gerd Trapp (jeweils 40 Jahre). Eine Ehrung der Abteilung Stadtmitte ging für 30 Jahre aktive Mitarbeit an Rainer Heberle, für 40 Jahre an Hans-Gerd Trapp.