Von Angela Baum

Rottenburg. In der jüngsten Sitzung des technischen Ausschusses ist der Energiebericht der Stadtverwaltung thematisiert worden. Hochbauamtsleiter Markus Gärtner stellte den Energiebericht vor.

Er betonte, dass Energiemanagement ein fester Bestandteil kommunalen Handelns sei. Die Aufgabe, eingesetzte Energie effizient und sinnvoll zu verwenden zeige, nun erste Früchte.

Kontinuierlich wurden Energieverbräuche erfasst und mit den Vorjahren verglichen. Abweichungen können so zeitnah untersucht werden. Genauso werden aber auch energetische Schwachstellen in den städtischen Gebäuden offensichtlich und mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln behoben. Im Jahr 2011 stand dem Energiemanagement ein Sonderprogramm Klimaschutz in Höhe von 60 000 Euro zur Verfügung. Laut Gärtner sei dies bei der Vielzahl der Objekte eine vergleichsweise kleine Summe, die aber nachhaltig eingesetzt worden sei. So wurden etwa im Rathaus am Marktplatz die veralteten Heizungspumpen gegen Hocheffizienzpumpen ausgetauscht, wodurch Strom gespart werde. In weiteren Gebäuden wurden neue Stellventile eingebaut. Zudem wurden das Rathaus Seebronn und die Grundschule Baisingen energetisch ertüchtigt, indem die obersten Geschossdecken eine Wärmedämmung erhielten. Für die Jahre 2012 bis 2016 wurde ein Fünfjahresprogramm aufgestellt, in dem pro Jahr 200 000 Euro für energetische Projekte verwendet werden sollen. Die Projekte sind festgelegt und werden nach und nach umgesetzt.

Die Stadtwerke prüfen derzeit, wie die alte Heizungsanlage im Rathaus ersetzt werden kann. Hier wird der Einsatz einer Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung ins Auge gefasst. Zudem wurde mit der Schulung der Hausmeister begonnen. Ein besseres Verständnis der Hausmeister für die Heizungsanlagen generiert zukünftig ein großes Maß an Selbstverantwortung für die eingesetzte Energiemenge. Die Hausmeister werden so noch mehr als bisher Mittler zwischen Verwaltung und Nutzer.

Auf einer 100 Seiten umfassenden Broschüre zeigt Energiebericht die tatsächlichen Energieverbräuche auf und ist Grundlage zur Analyse und Interpretation der Daten. Verändert haben sich die Nutzungszeiten in den einzelnen Einrichtungen. Kindergärten und Schulen haben länger geöffnet, was sich auch im Verbrauch niederschlägt. Ganztagesschulen mit energieintensiven Mensen werden eingerichtet, und konnten bis vor kurzem noch in den Schulen die Heizungen bereits am Nachmittag in einen Absenkungsmodus gefahren werden, so ist dies jetzt erst wesentlich später möglich. Der Wärme- und Wasserverbrauch steigt hierdurch an. Trotzdem, so Gärtner, gelinge es durch ein kluges Energiemanagement immer wieder, bei einzelnen Objekten den Verbrauch zu senken.

Klimaschutz werde bei der Stadt positiv gelebt, so Gärtner. Die vom Gemeinderat bewilligten Gelder werden sinnvoll eingesetzt. Wichtig dabei sei, dass die Aufgabe angenommen wird und Bemühungen verstärkt werden. Deshalb wird die Stadt zunächst befristet die Stelle eines Klimaschutzmanagers einrichten.