Am Mittwoch absolvierte der TV Rottenburg die Kü in Form des 3:1 (25:22, 27:29, 25:18, 25:20)-Sieges gegen den TV Ingersoll Bühl mit Bravour. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte zogen die Neckarstädter ins Halbfinale des DVV-Pokals ein. Dder Gegner (Haching, Düren oder Moers) wird am Samstag ausgelost.

Nur rund 46 Stunden nachdem der Jubel der 1600 Zuschauer verklungen ist, steht "das entscheidende Spiel der Hinrunde" auf dem Programm – so zumindest wurde die Auswärtspartie beim VC Dresden am heutigen Freitag, um 20 Uhr, von TVR-Manager Jörg Papenheim vor der Saison tituliert.

Den Auftakt machte der 3:0-Erfolg gegen Moers, es folgte der 3:1-Sieg im Pokal gegen Bühl. Sollte Rottenburg auch das dritte Spiel binnen sieben Tage gewinnen, wäre die "goldene Woche" perfekt.

Bereits gestern machten sich die Volleyballer auf den Weg in die sächsische Landeshauptstadt, um ausgeruht und fit in das vorletzte Spiel der Hinrunde gehen zu können. Zwar hat der TV Rottenburg mittlerweile ein besseres Punktekonto (6. Platz, 8:8) als vor der Runde erwartet, trotzdem will man Dresden mit einem Sieg weiter distanzieren (10. Platz, 2:14).

Die Sachsen befinden sich in einer ähnlichen Situation wie Rottenburg bei seinem ersten Aufstieg in die Beletage des Deutschen Volleyballs im Jahr 2006. Der Club schaffte einen unerwarteten Aufstieg und will das "Abenteuer 1. Bundesliga" mit der Aufstiegsmannschaft meistern. Lediglich Sven Dörendahl, der in der vergangenen Saison als Zuspieler und gleichzeitig Cheftrainer in einer Doppelfunktion aktiv war, wird zukünftig nicht mehr als Regisseur auf dem Spielfeld stehen, sondern nur noch als Cheftrainer das Geschehen auf dem Feld von außen leiten. Für ihn kam Santino Rost ins Team, der bei Gotha und den Netzhoppers schon Erstligaluft schnupperte.

Bisher schaffte Dresden einen Auswärtssieg beim VCO Berlin (3:0), gegen Moers und Bühl konnte ein Satzerfolg gefeiert werden, aber auch gegen etablierte Teams wie Düren oder Berlin hielt der Aufsteiger über weite Strecken mit und bewies seine Erstligatauglichkeit. "Wir dürfen Dresden keinesfalls unterschätzen; wir müssen zu 100 Prozent fokussiert sein", so der TVR-Manager Jörg Papenheim warnend.