Rottenburg Großes Publikum muss nicht mehr sein

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Von Klaus Ranft

Der älteste Ergenzinger Verein – gegründet 1857 – ist der Liederkranz, der bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Waldhorn auf 159 Jahre Chorgesang zurückblicken durfte.

Rottenburg-Ergenzingen. Vorsitzende Rosina Baur konnte dazu eine stattliche Anzahl Sängerinnen und Sänger begrüßen, die dem Verein schon seit vielen Jahren die Treue halten. Alle sind sie mittlerweile in die Jahre gekommen, aber sie besuchen gerne die Singstunden, machen aufmerksam mit und der gemischte Chor singe mittlerweile vieles auch auswendig, so Chorleiter Markus Geiger, der die Proben auch weiterhin maßvoll angehen will.

Mangelnder Nachwuchs bleibt ein Problem

Man dürfe auch den 160. Geburtstag, den der Liederkranz im nächsten Jahr feiert, nicht aus den Augen verlieren, mahnte der Chorleiter. Ansonsten teilt man beim Liederkranz das Problem mangelnden Nachwuchses mit vielen anderen Chören, die sich dem deutschen Liedgut verschrieben haben. Darüber wurde bei der Versammlung erst gar nicht gesprochen.

Man nimmt die Dinge pragmatisch, ist nicht mehr darauf bedacht, vor großem Publikum aufzutreten, sondern widmet sich den kleineren Auftritten und hat damit Erfolg, wie Rosina Baur vermeldete. Dazu gehörte ein Auftritt beim Herbstfest in Vollmaringen, an dem die Sängerinnen und Sänger zu begeistern wussten.

Ansonsten unterstützte man die Tour de Ginkgo mit einem Auftritt des Männerchores in Wendelsheim, unterhielt die Senioren in deren Residenz in der Bismarkstraße und umrahmte Gottesdienste in beiden Kirchen musikalisch. Das Vereinsheim in der Edelmannstraße wurde geräumt, man ist in das neue Kulturdomizil im Bahnhof umgezogen. Zudem war der Liederkranz zum letzten Mal am Herbstmarkt beteiligt, wie die Vorsitzende betonte. Der Aufwand für einen Tag sei altersbedingt von den Mitgliedern nicht mehr zu bewerkstelligen, so Baur.

Natürlich blieb und bleibt man der Traditionspflege treu. Das Mitwirken an Fronleichnam und am Volkstrauertag ist zur Selbstverständlichkeit geworden.

Jahresausflug führt nach Würzburg

Schriftführer Michael Nisch verwies auf 40 Singstunden, Geburtstagsständchen, Wanderungen und "Besenbesuche". Der Frauenausflug führte an den Mummelsee und auf die Hornisgrinde. Beim Jahresausflug zog es die Sängerinnen und Sänger nach Würzburg.

Kassierer Josef Jauch gab bekannt, dass mangels eigener Veranstaltungen der Kassenbestand geschrumpft sei.

Ortsvorsteher Reinhold Baur, der sich für die gelebte Kultur im Ort bedankte, konnte der Vorstandschaft einstimmige Entlastung erteilen.

Schnell gingen die Wahlen vonstatten. In ihren Ämtern bestätigt wurden: Annerose Urban (zweite Vorsitzende), Josef Jauch (Kassierer), Monika Rohrer (Ausschuss), Robert Frick und Michael Nisch (Notenwarte) sowie Anton Breuling (Kassenprüfer). Neu im Gremium sind: Thea Stopper (Ausschuss) und Hans Nisch (Kassenprüfer).

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