Rottenburg-Ergenzingen (era). Er ist aus dem Jahresablauf der älteren Mitbürger nicht mehr wegzudenken: Der große Seniorennachmittag im Adolph-Kolping-Saal, der von der Gemeinde, den beiden Kirchengemeinden und dem DRK veranstaltet wird. Am Mittwoch war es die evangelische Kirchengemeinde, die federführend wirkte und Vorsitzende Ulrike Schneider durfte ein im wahrsten Sinne des Wortes voll besetztes Haus begrüßen. Da hörten die Anwesenden beispielsweise ein Gedicht von Verwaltungsstellenleiter Lutz Strobel. Bevor die dienstbaren Geister den duftenden Kaffee zu den Kuchen auf die festlich geschmückten Tische stellten, wurden besinnliche Melodien gesungen, begleitet von Katharina Marschall.

Natürlich durften auch die Kindergartenkinder ihren Teil zum Gelingen dieses Nachmittages beitragen. Inspiriert durch die Jüngsten, wurde zum Massenchor animiert, die kleinen Köche erinnerten an die Weihnachtsbäckerei und letztendlich besangen die Kinder das Licht, welches sie im Nachhinein unter die Senioren brachten. Die Leiterin des Kindergartens, Sabine Breitmaier, und Lutz Strobel sorgten für eine besinnliche Bildbetrachtung, die man in einer kurzen Pause auf sich wirken lassen konnte.

Herzliche Willkommensgrüße entbot Ortsvorsteher Hans Beser, der die Gelegenheit zu einem kurzen Jahresrückblick nutzte. Rund 850 Bürger im Alter von über 65 Jahren gebe es derzeit in Ergenzingen, so Beser, der angesichts des voll besetzten Saales einen künftigen Wechsel in die Turn- und Festhalle nicht ausschloss. Ein Kuvert mit vermutlich barem Inhalt übergab Beser dann an den Arbeitskreis Altenarbeit, das DRK und die beiden Kirchengemeinden.

Die Rottenburger Stadtfarben vertrat Baubürgermeister Thomas Weigel, der feststellte, dass es ihm mit den Ergenzingern in deren Partnergemeinde Gols sehr gut gefallen habe.

Zum guten Schluss durfte mit dem "Schäfer vom Neckartal" (Rolf Schorp) ein lieber, alter Bekannter auf die Bühne. Gemessen an den Lachern, schwätzte er dem Volk nach dem Maul, nahm die Badenzer aufs Korn, rezitierte unter anderen Sebastian Blau und vergaß auch nicht, auf die Heimattage im kommenden Jahr zu verweisen.