Rottenburg Ergenzinger S-Bahn-Anschluss bleibt ein Traum

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Rottenburg-Ergenzingen (kra). Was sie künftig vom neuen oder alten neuen OB erwartet, das tat die Liste BfE (Bürger für Ergenzingen) bei der Sitzung des Ortschaftsrates am Mittwochabend kund.

Sprecherin Renate Holzmann forderte zunächst, dass der OB den Grundstückswunsch des Ortschaftsrates für ein Pflegeheim mitträgt und sich dafür einsetzt, dass der Gemeinderat diesem zustimmt.

Desweiteren erwarte man vom Rottenburger Rathauschef, dass er die Aktivitäten des ersten Integrationsausschusses eines Rottenburger Stadtteiles aktiv fördere und finanziell unterstütze.

Forderung Nummer drei betraf den Gewerbepark "Ergenzingen Ost". Man erwarte und appelliere an den künftigen OB, dass er sich mit der Verwaltung aktiv und engagiert dafür einsetze, im erweiterten Gewerbegebiet zusätzliche Verkaufsangebote und Dienstleistungsbetriebe anzusiedeln. Dadurch könne das Ergenzinger Einkaufsareal deutlich attraktiver werden.

Nagold hat Anbindung an S-Bahn aufgegeben

Mit größter Befremdung habe man vernommen, so Holzmann, dass seit dem 1. Januar der Landkreis Calw im VVS-Tarifverbund sei. Das Ticket dafür gehe bis Altensteig. Selbiges liege aber weiter weg von Stuttgart als Ergenzingen. Die einstmals vorgestellte Machbarkeitsstudie eines Ergenzinger S-Bahn-Anschlusses sei da wohl in einer Amtsschublade verschwunden.

Das wiederum wollten Ortsvorsteher Reinhold Baur, aber auch Stadt- und Kreisrat Hans Beser so nicht stehen lassen. Richtig sei, so erklärten beide übereinstimmend, dass die Stadt Nagold die S-Bahn-Anbindung aufgegeben habe. Dadurch sei auch der Ergenzinger S-Bahnanschluss Makulatur. Derzeit ließen die mageren Fahrgastzahlen einen Beitritt zum VVS ohnehin nicht zu.

Rudi Schäfer, Fraktionsvorsitzender von CDU und Unabhängigen, sagte dazu: "Meines Wissens nach ist es nur ein bestimmtes Kontingent, das den VVS in Altensteig nutzen kann, das zählt nicht für alle Bürger". Renate Holzmann dazu: "Das werde ich nachprüfen".

Volle Unterstützung für die Gemeinschaftsschule

In einer weiteren Forderung erinnerte die BfE an das Versprechen des jetzigen OB, sich vehement für eine angemessene Belegungszahl in der Ergenzinger Flüchtlingsunterkunft einzusetzen. Außerdem wurde gefordert, dass der Ortschaftsrat immer über den Sachstand informiert wird.

Letztlich ging es noch um die Gemeinschaftsschule. Diese dürfe nicht zum Spielball der politischen Parteien im Wahlkampf werden. Daher fordere man die volle Unterstützung bei weiteren notwendigen Schritten, damit sich die Ergenzinger Gemeinschaftsschule positiv und leistungsfähig entwickeln könne.

Ortsvorsteher Reinhold Baur (CDU und Unabhängige) will seine Zukunftsperspektiven erst beim Bürgerempfang im März offenlegen. Sein Fraktionskollege und Vorsitzender Rudi Schäfer sah den Ortschaftsrat als falschen Adressaten für das BfE-Statement und meinte: "Diese Forderungen müssen Sie dem OB übergeben, nicht uns".

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