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Rottenburg Ehebruch: Kirche entlässt Mitarbeiter

dpa, vom 23.01.2012 11:23 Uhr
 „Die Unauflöslichkeit der Ehe ist in der katholischen Kirche ein unangreifbares Gut“, sagte der bischöfliche Pressesprecher. Foto: dpa
„Die Unauflöslichkeit der Ehe ist in der katholischen Kirche ein unangreifbares Gut“, sagte der bischöfliche Pressesprecher. Foto: dpa

Rottenburg - Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat einen langjährigen Mitarbeiter entlassen, weil er die Ehe gebrochen hat.

Ein Sprecher der Diözese bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der „Neckar Chronik“ (Samstag). Der Mann hatte nach der Trennung von seiner Ehefrau mit seiner neuen Partnerin ein Kind bekommen. Daraufhin sei ihm nach 20 Jahren fristlos gekündigt worden, berichtete die Zeitung.

 „Die Unauflöslichkeit der Ehe ist in der katholischen Kirche ein unangreifbares Gut“, sagte der bischöfliche Pressesprecher. „Zu den Loyalitätsverpflichten des kirchlichen Arbeitsrechts gehört, dass die Mitarbeiter mit ihrem Partner in einer gültigen Ehe leben.“ Der betroffene Mitarbeiter habe gegen diese Vorschrift im kirchlichen Arbeitsrecht eindeutig verstoßen.

Das kirchliche Arbeitsrecht war in den vergangenen Monaten immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Die evangelische Landeskirche in Württemberg kündigte einer angehenden Pfarrerin, weil sie einen Muslim geheiratet hatte. Einem Krankenpfleger aus dem Bodenseekreis hatte die Caritas gekündigt, weil er im Internet über den Papst hergezogen war. Vor eineinhalb Jahren hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte einem katholischen Chorleiter aus Essen recht gegeben: Seine Entlassung wegen einer außerehelichen Beziehung verstieß nach Ansicht der Richter gegen das Grundrecht auf Schutz des Privatlebens.
 

Kommentare (5)
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JAN
23
19:22 Uhr, geschrieben von dpa
Kirche entlässt Mitarbeiter
wenn die Kirche alle MitarbeiterInnen entlassen würde, die "Ehebruch" begangen haben, wäre die Verwaltung schon arg dezimiert. Nein, hier gilt die gleiche Behanldung wie beim "Zölibat", was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß, d.h. so lange wie möglich verheimlichen. Hier geht es aber um etwas anderes: Hier wurde ein unliebsamer Mitarbeiter entlassen, der durch seinen mutigen Einsatz für die MitarbeiterInnen und seine Unbestechlichkeit hervortrat. Endlich hat man nun einen Grund, ihn loszuwerden. Andere MitarbeiterInnen, auch im nächsten Umfeld der Diözesanleitung, sind trotz "Ehebruch" nicht behelligt worden. Es ist gut, dass viele Leute nicht wissen, was in der Kirche alles vor sich geht, viel mehr würden sonst noch davonlaufen.
JAN
23
17:38 Uhr, geschrieben von Andi
Verlogener Verein
Komisch das der "Chef" dieses Vereins kein Problem damit hat dem "feinen" Herrn Bundespräsidenten, seines Zeichens geschiedener Katholik in zweiter Ehe , eine Privataudienz zu gewähren. Dieser selbstverlogene Verein gehört abgeschafft.
JAN
23
14:15 Uhr, geschrieben von Christ
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Hallo katholische Kirche, herzlich willkommen im Jahr 2012!
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