Rottenburg Die "eiligen drei-Könige" von Kiebingen sind Thema

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Hoch her ging es bei der Fasnetseröffnung. Foto: Scharnowski Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Marly Scharnowski

Rottenburg. Mit Trommelwirbel, Pauken und Trompeten und dem berühmten Rottenburger Narrenmarsch eröffnete der Fanfarenzug Rottenburg die diesjährige närrische Zeit.

Rolf Eißler, der Zeremonienmeister begrüßte alle Anwesenden, darunter den Obernarren Oberbürgermeister Stephan Neher, sicherheitshalber auch die, die nicht da waren, der Schalk in seinen Augen war unmissverständlich. 

Edel und hoheitsvoll wurde die Gräfin Mechthild in den Saal geleitet. Die Ansprache an die Untertanen war herzlich, nachdem sie ihr "Stöckle" gefunden hat – Stöckle? Ach ja, das  Zepter: "Für mich ist es eine Schnapszahl, ich regiere das elfte Mal, die Fasnet kann kommen, sie ist zwar kurz, das ist uns schnurz. Passend zur alten Römerstadt am Neckar werden wir mit einem Triumphzug in unsere Arena einziehen und Brot und Spiele nach antikem Vorbild aufführen. Bei meinem Mundschenk habe ich für diesen Abend extra einen Zaubertrank bestellt. An alle närrischen Untertanen ergeht die Bitte, sich ordentlich zu verkleiden". 

Der Hofnarr (Arthur Knobelspieß) war mit seinem Vortrag das i-Tüpfelchen. Locker zog er vom Hocker. Ausführlich (in Reimen mit bestem Schwäbisch) berichtete er vom Raub der Pickelhaube des Büttels in Sachsenheim. Der Tiereinsatz der Feuerwehr wurde ebenfalls kommentiert, mit der großen Leiter wurde ein Spatz befreit, künftig wird so ein Problem mit der Wasserspritze gelöst.

Mit Genuss ging er auf Kiebingen ein: "Drei Bürgermeister sind aus der Halle gerannt, sie werden seither die ›eiligen drei-Könige‹ genannt, ein paar Stadträte rannten hinterher, wahrscheinlich als Kamele oder Schäfle." Natürlich durfte Bürgermeister Derbogen mit seinem Tannenbaum nicht fehlen. Vielfach wurde er durch heftigen Applaus und Lachsalven unterbrochen.

Nach wie vor wird jeder Besucher des Zunfthauses, der keine Treppen gehen kann, hinaufgetragen, für Rolf Eißler und die Narrenzunft eine Selbstverständlichkeit.

Nach der Fasnet ist vor der Fasnet. Michael Rehbein hinterlässt eine deutliche Lücke, die Mehrarbeit wird untereinander verteilt. Logistik, Planung und Vorbereitung kosten viel Geld: bis zu 100 000 Euro werden pro Fasnets-Saison veranschlagt – die Mitarbeiter machen alles ehrenamtlich.

Jetzt steht jeder in den Startlöchern und freut sich auf die kommenden  Wochen, sie bedeuten zwar eine Menge Arbeit, aber auch viel Spaß – niemand möchte die fünfte Jahreszeit missen.

Rolf Eißler und Dietmar Geiger, stellvertretender Landschaftsvertreter des Narrentreffs Neckar-Alb, sprachen zahlreiche Ehrungen aus.  

  Bronze mit Strahlen: Bernd Arnold, Jens Börger, Markus Grammer, Nicole Günther, Marc Held, Volker Kehrer, Dunja Kronmüller, Markus Maucher, Katja Maurer, Daniela Otterbach, Ulrike Schweizer und Antje Wachendorfer.   

  Silber mit Strahlen: Daria Adis, Silke Baur, Annika Diehl, Vera Elsberger, Volker Tiesel, Ingrid Otterbach, Sandra Schäfer, Susanne Vollmer, Birgitt Vollmer, Silvio La Monica, Regina Stark und Peter Wagner. 

  Gold mit Strahlen: Bavand Mirja Dun, Werner Edel, Albert Letzgus, Sven Kolberg, Anette Diemer, Silke Kiesel und Edmund Baur.  

  Gold mit Strahlen und Rubinen: Claus Blesch, Käthe Dorner, Elke Heinrich, Claudia Matzke, Katrin Holocher, Arthur Knobelspieß, Günter Reininger, Michael Vollmer, Ingrid Vollmer und Dieter Karrer.

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